Aminata Touré kämpft mit mutigem Teamansatz für soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz

Touré Betont Teamwork anstatt Männlicher Rivalität - Aminata Touré kämpft mit mutigem Teamansatz für soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz
Aminata Touré, Sozialministerin von Schleswig-Holstein und stellvertretende Ministerpräsidentin, setzt sich vor der anstehenden Landtagswahl für eine Stärkung der Sozialpolitik ein. Sie kritisierte scharf die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, Deutschland könne sich sein Sozialsystem nicht mehr leisten. Ihr Wahlkampf steht unter den Zeichen von Gerechtigkeit, Klimagerechtigkeit und dem Infragestellen traditioneller politischer Ansätze.
Touré, die zugleich stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag ist, hat sich einen Namen damit gemacht, Argumenten der Opposition entschlossen entgegenzutreten. Nun positioniert sie ihre Partei als beste Wahl für Wähler:innen, die soziale Gerechtigkeit suchen – und das ohne Rückgriff auf die SPD.
Erst kürzlich überarbeitete Touré eine Rede, um darauf hinzuweisen, was sie als überholtes "Duell zweier Männer" in der Politik bezeichnet. Ihre überarbeiteten Ausführungen richteten sich gegen CDU und SPD, deren Führungsstile ihrer Meinung nach das moderne Deutschland nicht mehr widerspiegeln. Stattdessen wirbt sie für einen "mutigen Teamansatz" und hebt Kolleg:innen wie Lasse Petersdotter, Tobias Goldschmidt und Monika Heinold für deren Beitrag zu den Grünen hervor.
Offen spricht sie auch über die anhaltende Existenz von Tafeln in Deutschland, die sie trotz bestehender Sozialleistungen und Beschäftigung als beschämend bezeichnet. Diese Kritik reiht sich in ihre grundsätzliche Ablehnung von Kürzungen im Sozialstaat ein – eine direkte Gegenposition zu Merz’ jüngsten Äußerungen. Touré besteht darauf, dass soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz untrennbar verbunden sein müssen, und stellt sie als zentrale Prioritäten ihrer Partei dar.
Ihre Wahlkampfstrategie zielt darauf ab, die Wähler:innen davon zu überzeugen, dass die Grünen – und nicht die SPD – mittlerweile das überzeugendste sozialpolitische Programm bieten. Sie behauptet, das Image der Partei neu geprägt zu haben, sodass diese nun besonders in den Bereichen Armutsbekämpfung und gerechter Klimapolitik heraussticht. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl bleibt ihr Fokus darauf gerichtet, diese Themen unter einem kollektiven Führungsmodell zu vereinen – statt auf eine einzelne Galionsfigur zu setzen.
Tourés Ansatz verbindet scharfe Kritik an den Konkurrenzparteien mit dem Plädoyer für eine teamorientierte Regierungsführung. Ihr Einsatz für sozialen Ausgleich, Klimagerechtigkeit und kollektive Führung hebt die Grünen im Vorfeld der Wahl in Schleswig-Holstein deutlich von den traditionellen politischen Mustern ab. Die Abstimmung wird zeigen, ob ihre Strategie bei Wähler:innen ankommt, die nach Alternativen zu den etablierten Machtverhältnissen suchen.