Aurubis setzt neue Maßstäbe in nachhaltiger Kupferproduktion und ESG-Ratings
Jonas SchulteAurubis setzt neue Maßstäbe in nachhaltiger Kupferproduktion und ESG-Ratings
Aurubis festigt Spitzenposition bei nachhaltiger Kupferproduktion
In den vergangenen drei Jahren hat Aurubis seine Führungsrolle in der nachhaltigen Kupferherstellung weiter ausgebaut. Die Bewertungen des Unternehmens in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) sind deutlich gestiegen und liegen damit vor denen wichtiger Konkurrenten. Treiber dieser Entwicklung waren jüngste Investitionen, strengere Emissionsziele und eine verbesserte Transparenz.
Zwischen 2023 und 2026 verbesserte Aurubis sein MSCI-ESG-Rating von "BB" auf "A", während Sustainalytics das Risikoniveau von "mittel" (25,8) auf "niedrig" (20,4) herabstufte. Diese positive Entwicklung hebt sich von Wettbewerbern wie Codelco ab, das bei "BBB" verblieb, oder Glencore, das nach Governance-Problemen auf "BB" abrutschte. Southern Copper hielt zwar sein "A"-Rating, verzeichnete aber geringere Fortschritte. Aurubis' Fokus auf Recycling und detaillierte Nachhaltigkeitsberichte trugen maßgeblich zu diesen Verbesserungen bei.
Im Geschäftsjahr 2024/25 investierte das Unternehmen 155,4 Millionen Euro in den Umweltschutz, sodass sich die Gesamtinvestitionen seit dem Jahr 2000 auf 1,172 Milliarden Euro belaufen. Der CO₂-Fußabdruck seiner Kupferkathoden liegt nun mehr als 60 Prozent unter dem globalen Durchschnitt von Schmelzbetrieben. EcoVadis würdigte diese Bemühungen mit einer Platin-Medaille und bewertete Aurubis mit 85 von 100 Punkten – damit gehört das Unternehmen zu den besten ein Prozent der weltweit bewerteten Firmen.
Für 2025 erhielt Aurubis zudem ein "B" im CDP Climate Change und ein "A-minus" in der CDP Water Security. Bis 2030 strebt das Unternehmen an, die absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen zu halbieren, die Scope-3-Emissionen um 24 Prozent zu senken und den Recyclinganteil bei Kathoden auf 50 Prozent zu steigern. Zur Umsetzung dieser Ziele finalisiert Aurubis derzeit seinen größten Investitionszyklus, darunter die Complex-Recycling-Anlage in Hamburg und ein 120-Millionen-Euro-Upgrade in Bulgarien.
Finanziell erhöhte Aurubis die Dividende auf 1,60 Euro pro Aktie – ein Plus von sieben Prozent – und korrigierte die Prognose für das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2025/26 auf 375 bis 475 Millionen Euro nach oben. Im März 2026 veröffentlichte das Unternehmen erstmals ein eigenständiges ESG-Factbook für institutionelle Anleger, das ESRS- und GRI-Kennzahlen konsolidiert und damit den Anforderungen der Ratingagenturen gerecht wird.
Mit den verbesserten Ratings, den reduzierten Emissionen und dem Ausbau des Recyclings setzt Aurubis neue Maßstäbe in der Kupferbranche. Auch die finanzielle Performance profitiert davon – durch höhere Dividenden und gestiegene Ergebnisprognosen. Diese Schritte spiegeln einen größeren Trend wider: Im Schwerindustriesektor gewinnt nachhaltiges Wachstum zunehmend an Bedeutung.






