24 March 2026, 04:05

Bechtle baut Vorstand um – und setzt auf neuen CEO im Krisenjahr 2027

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeschlüsselt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung anzeigt.

Bechtle baut Vorstand um – und setzt auf neuen CEO im Krisenjahr 2027

Bechtle, der IT-Dienstleistungsriese, formiert seine Führungsetage angesichts wachsender Herausforderungen im Kerngeschäft um. Das Unternehmen hat eine umfassende Umstrukturierung seines Vorstands angekündigt: Ab Januar 2027 soll dieser von vier auf drei Mitglieder verkleinert werden. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund steigender Kosten, Lieferengpässen und eines deutlichen Kursrückgangs der Aktie.

Die Veränderungen an der Spitze sind eine Reaktion auf die anhaltenden Schwierigkeiten in den zentralen Geschäftsbereichen Bechtles. Knappe Speicherchips und explodierende Kosten treiben die Preise in die Höhe, was Kunden zögern lässt, in neue Investitionen zu steigen. Äußere Faktoren wie geopolitische Spannungen, volatile Märkte und der rasante technologische Wandel verschärfen die Lage zusätzlich. Zwar stieg der Umsatz 2025 um 8,1 Prozent, doch der Gewinn vor Steuern sank um 6 Prozent auf 324 Millionen Euro.

Im Rahmen des Führungswechsels wird der langjährige Vorstandsvorsitzende Thomas Olemotz nach 17 Jahren Ende 2026 zurücktreten. Auch die Vorstandskollegin Antje Leminsky verlässt das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt. Die Führung übernimmt Konstantin Ebert, derzeit Bereichsvorstand, der zu Beginn des Jahres 2027 neuer CEO wird.

Das künftige dreiköpfige Führungsteam soll interne Prozesse beschleunigen, um das ehrgeizige Langfristziel Bechtles zu erreichen: 10 Milliarden Euro Umsatz bis 2030. Doch der Weg dorthin bleibt steinig. Im März 2026 erreichte die Aktie mit 25,10 Euro ein Tief – ein Rückgang um 16,3 Prozent nach der Präsentation der Prognose für 2026. Analysten rechnen in diesem Jahr mit einer Vorsteuermarge von höchstens 5 Prozent.

Trotz des Gewinnrückgangs will Bechtle die Dividende stabil bei 0,70 Euro pro Aktie halten. Die Unternehmensführung wird die Prognose für 2026 genau beobachten und bis Mitte des Jahres ein Update zur Versorgung mit Speicherchips – und deren Auswirkungen auf die Gewinne – vorlegen.

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Ziel der Restrukturierung ist es, Entscheidungswege zu straffen, während Bechtle sich durch ein schwieriges Marktumfeld navigiert. Mit einem schlankeren Führungsteam und einem neuen CEO setzt das Unternehmen auf mehr Tempo, um seine Umsatzziele zu erreichen. Angesichts schrumpfender Margen und schwacher Aktienperformance wird sich jedoch in den kommenden Monaten zeigen, ob die Maßnahmen ausreichen, um die Position des Konzerns zu stabilisieren.

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