Berliner Kulturszene kämpft gegen drastische Kürzungen im neuen Haushalt

Kulturkreative beklagen 'Einschnitte' aufgrund des Haushaltsplans - Berliner Kulturszene kämpft gegen drastische Kürzungen im neuen Haushalt
Kulturschaffende beklagen "Kürzungen" durch Haushaltsplan
Berliner Kulturszene vor drastischen Einsparungen – Warnung vor "Verheerenden Folgen" für Kunst, Bildung und Kreativwirtschaft
Berlin, 18. Dezember 2025
Die Berliner Kulturbranche steht vor massiven Kürzungen, während die Stadt über den Haushalt für die Jahre 2026–2027 abstimmen will. Die Initiative #BerlinIstKultur warnt, der vorgelegte Finanzplan werde Kunst, Bildung und kreative Berufe schwer treffen. Kritiker monieren, der Etat berücksichtige weder die steigenden Lebenshaltungskosten noch die Bedürfnisse einer wachsenden Bevölkerung.
Am 18. Dezember 2025 kommt das Berliner Abgeordnetenhaus zu seiner letzten Sitzung des Jahres zusammen. Die Abgeordneten werden über den Doppelhaushalt debattieren und abstimmen; Regierungsbürgermeister Kai Wegner (CDU) wird eine Rede vor dem Plenum halten. Mit einer längeren Aussprache ist vor der Entscheidung zu rechnen.
Der beschlossene Haushaltsentwurf hat bereits jetzt Proteste von Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen ausgelöst. Viele sind auf städtische Fördergelder angewiesen – doch der neue Finanzplan sieht Kürzungen bei Produktionen, Ausstellungen und Programmen vor. Theater und Opernhäuser werden weniger Aufführungen zeigen, während die Ticketpreise voraussichtlich steigen dürften.
Laut der Initiative wird im Haushalt weder die Inflation noch der Lohnanstieg oder das Bevölkerungswachstum Berlins ausreichend berücksichtigt. Kulturschaffende sehen sich zunehmend prekären Arbeitsverhältnissen, schrumpfenden Chancen und wachsendem Druck ausgesetzt. Die Initiative warnt: Ohne angemessene Unterstützung drohe Kultur zum Privileg zu werden – statt eine öffentliche Notwendigkeit zu bleiben.
Die Abstimmung über den Haushalt wird die Finanzierung von Kunst und Kultur in Berlin für die kommenden zwei Jahre festlegen. Sollte der Plan durchkommen, könnten die Folgen weniger Veranstaltungen, höhere Kosten für das Publikum und größere Unsicherheit für Beschäftigte sein. Die Entscheidung wird die kulturelle Landschaft der Stadt auf Jahre prägen.