29 March 2026, 16:07

Betrüger täuschen als Polizisten und Bankmitarbeiter – Senioren verlieren Tausende

Gelber Notrufhörer an einer Gebäudewand mit Knöpfen und Text, entworfen für Notrufe.

Betrüger täuschen als Polizisten und Bankmitarbeiter – Senioren verlieren Tausende

Betrugswelle in Brandenburg: Kriminelle geben sich als Polizisten und Bankmitarbeiter aus

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In Brandenburg haben Betrüger mit Erpressungsmaschen zahlreiche Anwohner ins Visier genommen. Die Täter geben sich dabei als Polizeibeamte oder Bankangestellte aus. Allein in Kyritz und Neuruppin wurden kürzlich zwei Opfer um hohe Geldbeträge und sensible Bankdaten gebracht. Die Behörden warnen, dass ähnliche Betrugsmethoden bundesweit weiterhin verbreitet sind.

In Kyritz erhielt eine 79-jährige Frau einen sogenannten "Schockanruf" von einem Betrüger, der sich als Polizist ausgab. Der Anrufer behauptete, ihre Tochter habe einen Verkehrsunfall verursacht und sitze nun in Untersuchungshaft. Um ihre Freilassung zu erwirken, forderte er eine fünfstellige Kautionszahlung.

Die Seniorin, die die Geschichte glaubte, willigte in eine leicht reduzierte Summe ein. Sie übergab das Bargeld an eine unbekannte Person, bevor ihr klar wurde, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Bisher gab es im Zusammenhang mit dem Vorfall keine Festnahmen.

In einem weiteren Fall wurde ein 55-jähriger Mann aus Neuruppin von einem angeblichen Bankmitarbeiter kontaktiert. Der Betrüger behauptete, es hätten unautorisierte Abbuchungen von seinem Konto stattgefunden, und forderte ihn unter Sicherheitsvorwänden auf, seine Zugangsdaten preiszugeben. Nach dem Zugriff sperrte der Kriminelle den Mann aus seinem Konto aus und stahl einen vierstelligen Betrag.

Obwohl die genauen Zahlen für solche Betrugsfälle in Deutschland für das Jahr 2023 unklar sind, gibt ein Blick in die Schweiz Auskunft über das Ausmaß des Problems. Das "Beratungs- und Meldestelle für Informationssicherung" (MELANI) verzeichnete im vergangenen Jahr rund 63.000 Cybervorfälle – bei über einem Drittel handelte es sich um Drohanrufe unter Vortäuschung falscher Polizeibeamter.

Beide Opfer erlitten erhebliche finanzielle Verluste, was die anhaltende Bedrohung durch Identitätsbetrug in der Region unterstreicht. Die Polizei ruft die Bevölkerung weiterhin dazu auf, verdächtige Anrufe durch Rückfrage über die offiziellen Rufnummern zu überprüfen. Ob die Fälle zusammenhängen oder weitere Ermittlungen laufen, wurde von den Behörden bisher nicht bestätigt.

Quelle