Bildungsminister Riedel: Förderung politischer Beteiligung

Bildungsminister Riedel: Förderung politischer Beteiligung - Bildungsminister Riedel: Förderung politischer Beteiligung
Bildungsminister Riedel: Politisches Engagement fördern
Bildungsminister Riedel: Politisches Engagement fördern
Bildungsminister Riedel: Politisches Engagement fördern
Jan Riedel
Riedels eigene Erfahrungen mit politischem Aktivismus begannen während seines Studiums in den frühen 2000er-Jahren. Zwar beteiligte er sich als Schüler nie an Protesten, später nahm er jedoch an Demonstrationen gegen Kürzungen im Hochschulbereich teil. Heute, als Minister, stellt er einen Wandel im Verhalten von Schülerinnen und Schülern fest – immer mehr von ihnen äußern sich zu Themen wie der Wehrpflicht.
Der Minister betont, dass die Schulpflicht auch dann Vorrang habe, wenn sich Schülerinnen und Schüler an Protesten beteiligen. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass Schulen politisches Bewusstsein und kritisches Denken fördern sollten. Der Lehrplan in Sachsen-Anhalt umfasst bereits starke Schwerpunkte in Geschichte, Sozialkunde, Religion und Ethik – Fächer, die Riedel als zentral für die Herausbildung mündiger Bürger ansieht. Um Lehrkräfte zu unterstützen, arbeitet er an neuen Leitlinien für den Umgang mit politischen Diskussionen im Unterricht. Diese sollen auch sensible Themen wie Rassismus abdecken und einen Rahmen für Debatten im Vorfeld von Wahlen bieten. Sein Ziel ist es, Pädagoginnen und Pädagogen darin zu bestärken, kontroverse Themen sachlich und ausgewogen zu behandeln.
Riedels Hintergrund als Lehrer und seine eigenen begrenzten Erfahrungen mit Aktivismus prägen seine Haltung zur politischen Teilhabe von Jugendlichen. Die geplanten Leitlinien für Schulen spiegeln seine Überzeugung wider, dass Bildung junge Menschen darauf vorbereiten sollte, sich in die Demokratie einzubringen. Gleichzeitig bleibt der bestehende Lehrplan des Landes auf Fächer ausgerichtet, die historisches und politisches Verständnis fördern.