BMW vor Umbruch: Neuer Chef, E-Auto-Offensive und sinkende Gewinne im Jahr 2025
Leon SchulzBMW vor Umbruch: Neuer Chef, E-Auto-Offensive und sinkende Gewinne im Jahr 2025
BMW steht vor einem tiefgreifenden Wandel in Führung und Produktion, während das Unternehmen den Start seines vollelektrischen i3 vorbereitet. Gleichzeitig sieht sich der Konzern mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert: 2025 gingen Gewinne und Umsätze zurück. Dennoch blicken Analysten optimistisch auf das langfristige Potenzial des Unternehmens.
Der Automobilhersteller meldete für 2025 einen Rückgang des Vorsteuergewinns um 6,7 % auf 10,2 Milliarden Euro sowie einen Umsatzrückgang um 6,3 %. Auch die Aktie litt unter der Entwicklung und verlor seit Januar 18,4 % – aktuell notiert sie bei 78,28 Euro pro Stück. Weitere Einblicke erhalten Anleger, wenn BMW am 6. Mai die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorlegt.
Zudem steht ein Wechsel an der Unternehmensspitze bevor: Am 14. Mai 2026 übernimmt Milan Nedeljkovic den Posten des Vorstandsvorsitzenden von Oliver Zipse. Der Führungswechsel fällt in eine entscheidende Phase der E-Strategie des Konzerns.
Die Produktion des vollelektrischen BMW i3 soll im August 2026 in München anlaufen. Das Modell könnte Branchenstandards neu definieren – mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 900 Kilometern und einer 800-Volt-Architektur für schnelleres Laden. Sein Markteintritt wird zum Gradmesser für die zukünftige Profitabilität des Unternehmens.
Doch die finanziellen Belastungen bleiben bestehen: Für 2026 wird erwartet, dass die EBIT-Marge der Automobilsparte um 1,25 Prozentpunkte schrumpft, unter anderem wegen höherer Zölle. Trotz dieser Hürden stuft Analystin Eunice Lee von Bernstein die Aktie weiterhin mit "Outperform" ein und betont das erhebliche Aufwärtspotenzial der Marke.
Der Produktionsstart des BMW i3 Ende 2026 markiert einen entscheidenden Moment für die Elektroambitionen des Konzerns. Mit einem neuen CEO an der Spitze und unter dem Druck der Finanzkennzahlen könnte der Erfolg des Modells die Profitabilität von BMW in den kommenden Jahren prägen. Gleichzeitig wird es darauf ankommen, wie das Unternehmen mit Zöllen und Marktchancen umgeht.






