Böhmermanns provokante Kunstwelt: Von schmelzendem Kohl bis zu zerfetzten Tieren

Admin User
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Ein abstraktes Gemälde mit verschiedenen Formen und Farben auf einer Leinwand.

Böhmermanns provokante Kunstwelt: Von schmelzendem Kohl bis zu zerfetzten Tieren

"Wurstigkeit ist Programm"

Der Satiriker inszeniert mit der Ausstellung "Die Möglichkeit der Unvernunft" eine Mischung aus Kunstausstellung, Ego-Archiv und TV-Garten.

  1. September 2025, 23:21 Uhr

Jan Böhmermanns neue Ausstellung "Die Möglichkeit der Unvernunft" wurde vergangenes Wochenende im Berliner Haus der Kulturen der Welt eröffnet. Die bis zum 19. Oktober laufende Schau entführt Besucher in eine Welt aus provokanter Kunst und persönlichen Relikten aus der Karriere des Satirikers. An der Tür müssen Handys abgegeben werden – für ein ungetrübtes Eintauchen in das Erlebnis.

Die Ausstellung verbindet skurrile Installationen mit Exponaten aus Böhmermanns TV-Arbeit. Eine goldene Schallplatte, geschenkt vom Rapper Bushido, steht neben Jan Marsaleks Boxsack und deutet auf die Mischung aus Popkultur und Kontroverse hin. In der Nähe schmilzt eine Butterbüste des ehemaligen Kanzlers Helmut Kohl langsam dahin, während eine Raucherkabine Besuchern echte Zigaretten anbietet. Eines der auffälligsten Stücke ist eine Maschine, die alle 28 Minuten ein Stofftier zerfetzt.

Täglich bis zum 19. Oktober geöffnet, fordert die Ausstellung die Besucher mit einer Mischung aus Humor, Gesellschaftskritik und schierer Absurdität heraus. Durch das Handyverbot zwingen die Macher zu einer direkten Auseinandersetzung mit der Kunst – sei es mit der schmelzenden Kohl-Büste oder dem zerfetzten Plüschtier. Mit juristischen Kuriositäten, interaktiven Seltsamkeiten und Live-Performances bleibt die Schau Böhmermanns konfrontativem Satire-Stil treu.