Brandenburg senkt Spritsteuern – doch die Ölkrise bleibt akut
Die Landesregierung Brandenburgs hat vorübergehende Steuersenkungen auf Kraftstoffe angekündigt, um die steigenden Kosten für Autofahrer abzumildern. Die Preise für Diesel und Benzin werden voraussichtlich um etwa 17 Cent pro Liter sinken. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund stark gestiegener Öl- und Gaspreise aufgrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten.
Der Landtag wird am Donnerstag um 10:00 Uhr über die wirtschaftlichen Folgen der hohen Spritpreise beraten. Die Abgeordneten wollen untersuchen, wie die Krise Haushalte und Unternehmen in ganz Brandenburg belastet.
Die Versorgungsengpässe haben sich verschärft, nachdem kasachisches Öl nicht mehr durch die Freundschafts-Pipeline (Druzhba) fließt. Ohne diese Lieferungen könnte die PCK-Raffinerie in Schwedt nur noch mit 65 Prozent ihrer Kapazität arbeiten. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betonte jedoch, dass die Produktion in Schwedt trotz der Herausforderungen aufrechterhalten werden solle.
Um die Knappheit auszugleichen, prüft das Ministerium alternative Transportwege. Die Häfen in Danzig und Rostock werden als mögliche Anlaufstellen für Öllieferungen in Betracht gezogen. Die Regierung hofft, dass diese Schritte die Lieferketten stabilisieren und weitere Preisanstiege verhindern werden.
Die Steuerentlastung soll Autofahrern kurzfristig Entlastung verschaffen, die mit stark gestiegenen Spritkosten konfrontiert sind. Sollte das kasachische Öl weiterhin ausbleiben, könnte die reduzierte Produktion der PCK-Raffinerie langfristige Versorgungsprobleme nach sich ziehen. Die Behörden konzentrieren sich nun darauf, neue Lieferrouten zu sichern, um den reibungslosen Betrieb der Raffinerien zu gewährleisten.






