08 April 2026, 06:05

Brandts Witwe attackiert SPD: "Hat die Arbeiter verlassen"

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die die politischen Teilungen des Landes zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

Brandts Witwe attackiert SPD: "Hat die Arbeiter verlassen"

Brigitte Seebacher, die Witwe des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, hat die SPD in einem aktuellen Gastbeitrag für Die Welt scharf kritisiert. Sie stellte die Ausrichtung der Partei infrage und warf ihr vor, den Kontakt zu den Menschen verloren zu haben, die sie einst vertrat. Ihre Äußerungen bezogen sich auch auf mögliche politische Verschiebungen in Rheinland-Pfalz.

Seebacher war 1995 aus der SPD ausgetreten und hatte damals Veränderungen in der Programmatik und Vision der Partei als Grund genannt. Nun behauptet sie, die SPD habe sich noch weiter von ihren Wurzeln entfernt und sei von den Anliegen einfacher Arbeitnehmer abgerückt. Zwar räumte sie ein, dass traditionelle Industriearbeitsplätze zurückgegangen seien, doch betonte sie, dass es werktätige Menschen nach wie vor gebe – und die SPD sie nicht mehr vertrete.

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In ihrem Beitrag wies sie die Nostalgie und die sozialpolitische Ausrichtung der SPD zurück. Als Beispiel für den Wandel hin zu politischer Korrektheit nannte sie die vegane Ernährung von Alexander Schweitzer. Seebacher zufolge verstehen die SPD-Vertreter die Sorgen der Wähler, für die sie angeblich sprechen, nicht mehr.

Mit Blick auf die Zukunft riet sie dem wahrscheinlichen Wahlgewinner in Rheinland-Pfalz, sich gut zu überlegen, ob er eine Koalition mit der SPD eingehen solle. Stattdessen schlug sie vor, die CDU könnte mit der AfD mehr gemeinsame Schnittmengen finden. Zudem merkte sie an, dass keine Partei – auch nicht die SPD – ewig bestehen werde.

Seebachers Kritik unterstreicht die wachsende Kluft zwischen der SPD und ihrer traditionellen Wählerbasis. Ihr Hinweis auf eine mögliche Zusammenarbeit von CDU und AfD spiegelt die aktuellen Debatten über die politische Zukunft Deutschlands wider. Der Gastbeitrag erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem Rheinland-Pfalz vor einer richtungsweisenden Wahlentscheidung steht.

Quelle