23 May 2026, 00:12

Braunschweig rettet Kita-Plätze durch Übernahme der Frechen Daxe von VW

Die Stadt übernimmt nun diesen Unternehmens-Kindergarten vollständig

Braunschweig rettet Kita-Plätze durch Übernahme der Frechen Daxe von VW

Die Stadt Braunschweig übernimmt den Großteil der Kindergartengruppen der betriebseigenen Einrichtung Freche Daxe von Volkswagen Financial Services (VW FS). Das Unternehmen kündigte an, die seit Jahren voll finanzierte Betreuungsstätte zu schließen – begründet mit einem deutlichen Rückgang der Nachfrage durch Familien von Mitarbeitenden.

Durch den Schritt könnte die Stadt Millionen sparen, da der Bau einer neuen Kita im Gebiet Wenden-West entfällt. Seit 2008 hatte VW FS die Einrichtung Freche Daxe vollständig getragen und Braunschweig damit schätzungsweise 14,7 Millionen Euro erspart. Da jedoch immer weniger Beschäftigte Betreuungsplätze benötigen, entschied sich das Unternehmen zur Schließung. Statt eine neue Kita für Kinder aus den Wenden-Siedlungen zu bauen, nutzt die Stadt nun die bestehenden Räumlichkeiten am Käferweg.

Ab August werden sieben der zehn Kindergartengruppen in städtische Trägerschaft übergehen. Die verbleibenden 55 Plätze bleiben Kindern von VW-Mitarbeitenden vorbehalten, wofür das Unternehmen der Stadt jährlich rund 475.000 Euro zahlt. Die Umstellung bedeutet, dass die Kommune die Kosten für die übrigen Gruppen übernimmt und dafür etwa 1,15 Millionen Euro jährlich in ihrem Haushalt einplant.

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Der Wechsel vermeidet die hohen Ausgaben für einen Kita-Neubau in Wenden-West. Durch die Weiternutzung der bestehenden Einrichtung kann Braunschweig mehr Kinder aufnehmen, ohne größere Investitionen tätigen zu müssen. Die Übernahme führt dazu, dass der Großteil der Betreuungsgruppen künftig von der Stadt finanziert wird, während VW FS für seine Belegschaft weiterhin Vorrang bei der Platzvergabe behält. Die Lösung verhindert teure Neubauten und sichert die Kinderbetreuung für Familien vor Ort. Die ersten Änderungen treten bereits im August in Kraft.

Quelle