Braunschweig will Großer Hof zum lebendigen Stadtviertel verwandeln
Braunschweig plant Umwandlung des Großer Hof in ein lebendiges Stadtviertel
Die Stadt Braunschweig bereitet die Umgestaltung des Großer Hof in ein attraktives urbanes Quartier vor. Das Gebiet soll als Sanierungsgebiet ausgewiesen werden, um jahrzehntelange Vernachlässigung und bauliche Mängel zu beheben. Mit einer Investition von 60 Millionen Euro sollen neue Wohnungen, kreative Räume und grüne Aufwertungen entstehen – vorausgesetzt, der Stadtrat gibt nächste Woche grünes Licht für den Vorschlag.
Das Viertel Großer Hof hat sich seit dem Wiederaufbau nach dem Krieg kaum verändert. Seine Lage am Rande der Innenstadt erfordert nun dringend Maßnahmen, wobei Stadtplaner trotz der aktuellen Probleme großes Potenzial sehen. Zwei geschlossene Schulen und ausgedehnte Parkplätze prägen derzeit das Bild und verleihen dem Areal eine lebose Atmosphäre.
Die Stadt will diese Missstände mit einer Mischung aus Wohngebäuden, einem Quartiersgarage und einem autoreduzierten Kreativviertel beheben. Zudem sind Flächen für die Städtische Galerie, Ateliers für Künstler und soziale Infrastruktur vorgesehen. Grünflächen sollen nachhaltig aufgewertet werden, um das Umfeld zu verbessern.
Architekten betrachten die bestehenden Schwächen des Viertels als Chance für eine mutige Neugestaltung. Teile des Projekts orientieren sich an einem preisgekrönten Entwurf eines Hamburger Büros aus dem Jahr 2024. Die Finanzierung setzt sich aus verschiedenen Quellen zusammen, darunter 7,9 Millionen Euro aus dem Stadthaushalt. Der Rest soll über Landes- und Bundesfördermittel für Stadtentwicklung fließen, wobei bereits ein Antrag für das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ läuft.
Stimmt der Stadtrat am kommenden Dienstag zu, könnte die Umgestaltung zügig voranschreiten. Das Gesamtbudget von 60 Millionen Euro deckt alles ab – von Wohnraum bis zu kulturellen Einrichtungen. Das Projekt Großer Hof verspricht eine Kombination aus Wohnräumen, kreativen Zentren und aufgewerteten öffentlichen Flächen. Mit der Zustimmung würden die Mittel freigegeben und der Weg für jahrelange Bauarbeiten geebnet. Der Erfolg hängt davon ab, ob die Fördergelder gesichert werden und die Entwürfe das vernachlässigte Viertel wiederbeleben.






