15 April 2026, 08:05

Bremen fordert radikale Energiewende: Steuersenkungen und schärfere Ölkonzern-Kontrollen

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung in Zypern von 2010 bis 2022 zeigt, mit blauen und grünen Linien, die verschiedene erneuerbare Energiequellen darstellen.

Bremen fordert radikale Energiewende: Steuersenkungen und schärfere Ölkonzern-Kontrollen

Bremen drängt auf rasche Reformen der Energiepolitik – angesichts weiter steigender Sprit- und Strompreise steht heute im Bundesrat die Debatte über die Vorschläge der Hansestadt an, die Steuersenkungen und schärfere Kontrollen für Ölkonzerne vorsehen. Ziel der Maßnahmen ist es, Haushalte und Unternehmen finanziell zu entlasten und gleichzeitig den Umstieg auf erneuerbare Energien zu beschleunigen.

Der Bremer Senat fordert eine Senkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestniveau. Zudem soll der von der Europäischen Kommission kürzlich genehmigte Industriestrompreis schneller umgesetzt werden. Beide Schritte würden nach Ansicht der Verantwortlichen die Kosten für Verbraucher senken und die lokale Wirtschaft stärken.

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Gemeinsam mit Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern verlangt Bremen von der Bundesregierung, Übergewinne der Ölkonzerne abzuschöpfen. Die Mittel sollen Entlastungsmaßnahmen und langfristige Strukturreformen finanzieren. Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) warf den Ölunternehmen vor, die Krise im Nahen Osten auszunutzen, um auf Kosten der Verbraucher überhöhte Gewinne einzustreichen.

Die Stadt pocht zudem auf mehr Transparenz bei den Spritpreisen, eine strengere Kartellaufsicht und eine engmaschigere Marktbeobachtung. Henriette Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, betonte, erneuerbare Energien seien der einzige Weg zu bezahlbarem Wohnen, Unabhängigkeit und Sicherheit. Der Senat sieht den Ausbau der Erneuerbaren, die Elektrifizierung und den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen als beste Strategie, um künftige Versorgungskrisen zu verhindern.

Die heutige Bundesratsdebatte wird zeigen, ob Bremens Forderungen bundesweite Unterstützung finden. Bei einer Zustimmung könnten die Maßnahmen zu niedrigeren Energiekosten und einer strengeren Kontrolle der Ölkonzerne führen. Langfristig setzt die Stadt weiterhin auf erneuerbare Energien als Grundlage für eine stabile und bezahlbare Energieversorgung.

Quelle