Bremen kämpft gegen soziale Ungleichheit mit klaren Forderungen im Bundesrat

Bovenschulte wünscht sich 'mehr Gerechtigkeit' zu Weihnachten - Bremen kämpft gegen soziale Ungleichheit mit klaren Forderungen im Bundesrat
Bremen übernimmt Bundesratspräsidentschaft mit klarem Fokus auf Bekämpfung sozialer Ungleichheit
Am 1. November 2025 hat Bürgermeister Andreas Bovenschulte mit einem Appell zu gemeinsamem Handeln gegen die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich den Ton für die Bremer Bundesratspräsidentschaft gesetzt. Seine Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Hansestadt selbst ihre Anstrengungen intensiviert, um benachteiligte Gruppen durch ausgeweitete Sozialprogramme zu unterstützen.
Bovenschulte wies auf die eklatante Vermögensungleichheit hin: Die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung besitzen mehr als die Hälfte des gesamten Nettovermögens in Deutschland. Diese Schieflage gefährde den sozialen Zusammenhalt und die demokratische Stabilität, betonte der Bürgermeister. Besonders im Fokus stehen für ihn diejenigen, die am stärksten zu kämpfen haben – Kinder, Rentner mit kleinen Bezügen und Familien, die sich selbst Grundlegendes in den Ferien kaum leisten können.
Seit dem 1. November 2021 setzt Bremen gezielte Maßnahmen um, um die Ungleichheit zu verringern. Dazu gehören der Ausbau von Sozialwohnungen, Notunterkünften und Schutz vor Wohnungsverlust für einkommensschwache Mieter. Arbeitslose und Alleinerziehende – vor allem Frauen – erhalten nun leichteren Zugang zu Leistungen und Beratungsangeboten. Zudem fördert die Stadt Quartiersprojekte in benachteiligten Vierteln und hat Gesundheits- und Bildungsangebote für gefährdete Gruppen ausgeweitet. Diese Initiativen entstehen in Zusammenarbeit mit kommunalen Sozialdiensten, Wohnungsämtern und Wohlfahrtsverbänden. Unter dem Motto „Viele Stärken – Ein Land“ äußerte Bovenschulte die Hoffnung, dass gemeinsames Engagement zu einer gerechteren Gesellschaft führen könne. Er rief alle Bundesländer auf, sich gemeinsam den Herausforderungen der Abgehängten zu stellen.
Mit der Bundesratspräsidentschaft rückt Bremen das Thema Ungleichheit in den Mittelpunkt der nationalen Debatte. Die eigenen Maßnahmen der Stadt – von Wohnraumförderung bis zu zielgruppenspezifischer Hilfe – zeigen, wie lokale Politik Wirksamkeit entfalten kann. Während Bovenschulte auf breitere Kooperation drängt, bleibt abzuwarten, ob andere Länder mit ähnlichen Verpflichtungen nachziehen werden.
