Bundesärztekammer fordert komplettes Silvester-Feuerwerksverbot für mehr Sicherheit

Admin User
2 Min.
Eine Menschenmenge, einige in Kostümen, versammelte sich vor Gebäuden mit Schildern, einer Box mit Schrift und einem Feuerlöscher.

Präsident der Ärztekammer Reinhardt fordert Feuerwerksverbot zum Schutz der Bevölkerung - Bundesärztekammer fordert komplettes Silvester-Feuerwerksverbot für mehr Sicherheit

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat ein vollständiges Verbot von privatem Feuerwerk an Silvester gefordert. Er verwies auf die schweren Risiken, die von unkontrollierten Böllern und Raketen ausgehen – von Verletzungen über psychische Belastungen bis hin zu Umweltschäden. Sein Appell kommt zu einer Zeit, in der die Sorgen um die Auswirkungen auf schutzbedürftige Gruppen und die öffentliche Sicherheit wachsen.

Jedes Jahr führen Feuerwerkskörper zu schweren Verletzungen bei Unbeteiligten, wobei Kinder und Jugendliche besonders häufig unter akustischen Traumata leiden. Auch Augenverletzungen und Verbrennungen häufen sich und belasten die Notaufnahmen während der Feierlichkeiten. Doch die Gefahren beschränken sich nicht auf körperliche Schäden: Reinhardt betonte, dass die lauten Explosionen bei Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine und Syrien – von denen über eine Million in Deutschland leben – Angst und Panik auslösen können.

Zudem werden Feuerwerkskörper immer wieder als Waffen gegen Polizei, Feuerwehrleute und Rettungskräfte missbraucht. Die unkontrollierten Detonationen gefährden diejenigen, die für Ordnung und Sicherheit sorgen. Reinhardt plädierte dafür, dass zwar professionell organisierte öffentliche Feuerwerke an festgelegten Orten weiterhin möglich sein könnten, der private Gebrauch jedoch komplett untersagt werden müsse. Auch die Umweltbelastung durch Feuerwerk verschärft die Dringlichkeit des Problems: Die Explosionen setzen schädliche Emissionen frei, verschlechtern die Luftqualität und tragen zur Klimaschädigung bei. Gleichzeitig hinterlassen sie Berge von Müll, der nach den Feiern die Straßen verunreinigt.

Reinhardts Forderung richtet sich an die Innenminister von Bund und Ländern, die strengere Regelungen durchsetzen sollen. Ein Verbot von privatem Feuerwerk ziele darauf ab, Verletzungen zu reduzieren, schutzbedürftige Gruppen zu entlasten und Missbrauch vorzubeugen. Gleichzeitig soll damit auch den Umweltfolgen des massenhaften Feuerwerksgebrauchs begegnet werden.