14 April 2026, 10:06

Bundesnetzagentur leitet 77 Bußgeldverfahren wegen fehlender intelligenter Stromzähler ein

Nahaufnahme eines Stromzählers an der Seite eines Gebäudes mit einem Banner oben mit Text.

Bundesnetzagentur leitet 77 Bußgeldverfahren wegen fehlender intelligenter Stromzähler ein

Die Bundesnetzagentur hat 77 Bußgeldverfahren gegen Unternehmen eingeleitet, die ihre gesetzlichen Verpflichtungen zur Installation intelligenter Stromzähler nicht erfüllen. Der Schritt erfolgt, nachdem viele Firmen die gesetzliche Frist für die Einführung der Geräte verpasst haben. Die Behörde warnte, dass weitere Maßnahmen folgen werden, falls sich die Umsetzung nicht verbessert.

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Nach dem Messstellenbetriebsgesetz müssen grundzuständige Messstellenbetreiber intelligente Zähler bei Verbrauchern einbauen, die mehr als 6.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen. Das Gesetz schreibt vor, dass bis Ende 2025 mindestens 20 Prozent dieser Messstellen umgerüstet sein müssen. Doch einige kleine und mittlere Unternehmen haben mit den Installationen noch nicht einmal begonnen.

Die Bundesnetzagentur wird nun formelle Anhörungen gegen diese Unternehmen durchführen. Je nach finanzieller Lage der Firmen könnten Zwangsgelder verhängt werden. Präsident Klaus Müller betonte, dass intelligente Zähler essenziell für die Modernisierung des Stromnetzes seien.

Die Behörde strebt an, dass bis 2032 90 Prozent der verpflichtenden Installationen abgeschlossen sind. In den kommenden Jahren wird die Umsetzung weiter überwacht. Müller warnte zudem, dass bei anhaltender Missachtung der gesetzlichen Pflichten mit schärferen Sanktionen zu rechnen sei.

Die Verfahren richten sich gegen Unternehmen, die mit der Einführung intelligenter Zähler noch nicht begonnen haben. Zusätzliche Aufsichtsmaßnahmen werden sich auf jene konzentrieren, die die 20-Prozent-Marke noch nicht erreicht haben. Die Bundesnetzagentur hat klar gemacht: Die Einhaltung des Gesetzes ist nicht verhandelbar.

Quelle