Commerzbank-Aktie zwischen Rekordhoch und abruptem Kurssturz – was kommt nach der Rallye?

Commerzbank-Aktie zwischen Rekordhoch und abruptem Kurssturz – was kommt nach der Rallye?
Aktie der Commerzbank durchlebt Achterbahnfahrt – nach Rekordhoch folgt deutlicher Rücksetzer
Der Aktienkurs der Commerzbank hat eine wahre Achterbahnfahrt erlebt: Nach dem Durchbrechen des Zehnjahreshochs folgte ein steiler Absturz. Die jüngste Schwäche könnte auf Gewinnmitnahmen nach einem beeindruckenden Anstieg von über 100 Prozent innerhalb des letzten Jahres zurückzuführen sein. Unterdessen wird CEO Christian Sewing am 17. November die Strategie des Instituts für die Zeit nach 2025 vorstellen – ein Termin, der die weitere Kursentwicklung in den kommenden Monaten prägen dürfte.
Am Dienstag hatte die Aktie der Commerzbank mit einem Kurs von 33,57 Euro erstmals seit einem Jahrzehnt ein neues Hoch erreicht, um nur einen Tag später auf 31,80 Euro einzubrechen. Damit gehörte der Wert zu den größten Verlierern im DAX. Analysten führen die aktuelle Volatilität jedoch weniger auf eine grundlegende Verschlechterung der Bankaussichten zurück, sondern vielmehr auf Gewinnmitnahmen nach der starken Rallye.
Vor der anstehenden Strategiepräsentation hat die Tochtergesellschaft DWS der Commerzbank bereits ein wichtiges Signal gesetzt: Das Asset-Management-Unternehmen plant, vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigung, einen 40-Prozent-Anteil an Nippon Life India AIF Management zu erwerben. Der Deal unterstreicht das Engagement der Bank in Asien – insbesondere in Indien. DWS will dort passive Anlageprodukte etablieren und europäischen Investoren den Zugang zu alternativen Investmentfonds auf dem indischen Markt ermöglichen, indem lokale Expertise mit globalem Know-how kombiniert wird.
Trotz des jüngsten Kursrücksetzers bleiben die fundamentalen Rahmendaten der Commerzbank solide: Allein im vergangenen Jahr legte die Aktie um mehr als 100 Prozent zu. Die für den 17. November geplante Strategievorstellung von Vorstandschef Christian Sewing dürfte weitere Klarheit über die zukünftige Ausrichtung des Instituts bringen. Gleichzeitig zeigt die geplante Beteiligung von DWS in Indien, wie ernst es der Commerzbank mit dem Wachstum in Schwellenmärkten ist.
