Coulibalys Rückkehr: Warum HSV-Fans beim Nordderby zittern

Admin User
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Eine Gruppe von Spielern in Trikots und Helmen steht auf einem Feld, mit Zuschauern im Hintergrund, die auf Stühlen sitzen.

Erfolgreiche Hamburger in Bremen: Das alte HSV-Trauma - Coulibalys Rückkehr: Warum HSV-Fans beim Nordderby zittern

Erfolgreiche Hamburger in Bremen: Das alte HSV-Trauma

Erfolgreiche Hamburger in Bremen: Das alte HSV-Trauma

Am kommenden Sonntag erhält das Nordderby eine besondere Brisanz, denn Karim Coulibaly kehrt nach Hamburg zurück. Der 18-Jährige, einst Teil der HSV-Jugendakademie, steht nun in den Reihen des SV Werder Bremen. Sein Aufstieg in die erste Mannschaft der Bremer hat die Begegnung für beide Fangruppen noch emotionaler gemacht.

Coulibaly verließ den HSV erst vor eineinhalb Jahren und hat sich beim SV Werder schnell zu einem Schlüsselspieler entwickelt. In dieser Saison stand er bereits zwölf Mal in der Bundesliga-Startelf und überzeugt durch eine Reife, die weit über sein Alter hinausgeht. Clemens Fritz, Sportdirektor der Bremer, bezeichnete ihn als Spieler, der wie ein gestandener Profi agiere.

Seine Rückkehr ins Volksparkstadion verleiht dem Derby zusätzliche emotionale Wucht. Die HSV-Anhänger spüren noch immer den Schmerz, eigene Talente an den Erzrivalen verloren zu haben. Die Geschichte zeigt: Spieler aus Hamburg, die zum SV Werder wechselten, machten die Niederlagen des HSV oft noch schwerer erträglich. Namen wie Frank Neubarth, Thomas Wolter oder Norbert Meier hallen bis heute schmerzhaft im Vereinsgedächtnis nach.

Coulibaly ist nicht der Einzige in dieser Geschichte. Auch Justin Njinmah, ein weiterer Hamburger, spielt für Bremen und vertieft so die persönlichen Verstrickungen der Rivalität. SV Werder-Trainer Horst Steffen sieht jedoch keinen Bedarf für zusätzliche Motivation. Er vertraut darauf, dass Coulibaly mit dem Druck umgehen kann, und verzichtet auf unnötige Ansprachen – die Spieler sollen sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Das Derby wird eine Bewährungsprobe für Coulibalys Nervenstärke vor seinem ehemaligen Verein sein. Seine Leistung könnte den Schmerz der HSV-Fans lindern – oder noch verschärfen. Für den SV Werder ist seine Präsenz ohnehin eine Stärkung in einem Duell, das bereits von Geschichte und Rivalität geprägt ist.