Defekter Notausgang stoppt Training im Kölner Turnverein seit Wochen
Jonas SchulteDefekter Notausgang stoppt Training im Kölner Turnverein seit Wochen
Mitglieder des Kölner Turnvereins Poll 1904 können seit über drei Wochen nicht trainieren – schuld ist ein defekter Notausgang. Der Grund für die Sperrung ist ein fehlerhaftes Panikschloss in der Sporthalle der GGS Poller Hauptstraße in Köln. Zwar wurde inzwischen eine provisorische Lösung gefunden, doch der Verein hält diese für unzureichend, da sie im Ernstfall keine schnelle Evakuierung ermögliche.
Das Problem begann mit einer defekten Panikversorgung an einer Notausgangstür. Ohne funktionierendes Schloss konnten die rund 300 Vereinsmitglieder die Halle nicht nutzen. Wie die Vereinsvorsitzende Ute Ahn erläutert, komme es aus Sicherheits- und Schutzgründen nicht infrage, die Tür während des Trainings einfach offen zu lassen.
Die Stadt Köln brachte zwar ein vorübergehendes Schloss an, das die Tür vorläufig nutzbar macht. Doch der Vorstand des Turnvereins lehnte diese Lösung ab: Sie erfülle nicht die Anforderungen an eine schnelle Fluchtmöglichkeit im Notfall. Mittlerweile hat die Stadt einen kompletten Austausch der Anlage in Auftrag gegeben. Doch Lieferverzögerungen aufgrund von Engpässen bei Ersatzteilen verzögerten die Reparatur.
Laut aktueller Planung soll das neue Bauteil in dieser Woche eintreffen. Sobald es da ist, wird die Stadt es umgehend einbauen. Bisher gab es in der Sporthalle keine vergleichbaren Sicherheitsmängel, die zu Sperrungen oder Einschränkungen geführt hätten.
Bis die endgültige Reparatur abgeschlossen ist, kann der Verein sein Training nicht vollumfänglich wiederaufnehmen. Erst die neue Panikschloss-Anlage wird die vorschriftsmäßige Funktion des Notausgangs wiederherstellen und die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen gewährleisten. Bis dahin müssen die Mitglieder weiter auf die Installation warten.






