Deutsche Bahn kündigt Vertrag nach AfD-Kontroverse mit Familienunternehmern

Deutsche Bahn kündigt Vertrag nach AfD-Kontroverse mit Familienunternehmern
Ein langjähriger Mietvertrag zwischen der Deutschen Bahn und dem Wirtschaftsverband Die Familienunternehmer wurde gekündigt. Der Schritt folgt auf eine Veranstaltung im Oktober, bei der die Organisation Mitglieder der rechtspopulistischen AfD zu Gast hatte. Keine der beiden Seiten hat die Entscheidung offiziell bestätigt, doch die Spannungen haben sich verschärft, seit der Verband sein Verbot der Zusammenarbeit mit der Partei aufgehoben hat.
Der Streit begann im Oktober, als Die Familienunternehmer in einer Filiale der Deutschen Bahn an der Berliner Prachtstraße Unter den Linden eine Veranstaltung abhielten. Anwesend waren auch Vertreter der AfD, was Kritik von politischen Akteuren auslöste. Sebastian Roloff, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD, argumentierte, dass hohe Umfragewerte der AfD keine Normalisierung der Partei rechtfertigten.
Die Kündigung hinterlässt Die Familienunternehmer ohne Veranstaltungsort für ihre nächste Tagung. Die Kursänderung des Verbands gegenüber der AfD hat bereits Gegenwind ausgelöst – der Rückzug der Deutschen Bahn ist die erste konkrete Folge. Andere Wirtschaftsverbände könnten nun ebenfalls ihre Haltung überdenken.
