Deutsche Bahn rüstet Regionalverkehr mit Körperkameras und stichfesten Westen auf
Lea KrauseDeutsche Bahn rüstet Regionalverkehr mit Körperkameras und stichfesten Westen auf
Deutsche Bahn führt neue Sicherheitsmaßnahmen im Regionalverkehr ein
Die Deutsche Bahn setzt neue Sicherheitsvorkehrungen für den Regionalzugverkehr um. Dazu gehören Körperkameras, stichfeste Westen und aktualisierte Schulungen für das Personal. Diese Schritte sollen die Sicherheit verbessern – eine Reaktion auf die Auswertung von über 500 Vorfällen.
Körperkameras haben sich bereits als wirksame Abschreckung erwiesen: Bei mehr als 500 dokumentierten Zwischenfällen kam es nur zu einem schweren Angriff. Bis August erhalten alle Mitarbeiter im Kundenkontakt eine Schulung zum Umgang mit den Kameras, auch wenn deren Einsatz freiwillig bleibt. Ziel ist es, durch bessere Vorbereitung eine breitere Akzeptanz zu fördern.
Zusätzliche Sicherheitskonzepte wie „Einzelbetreuung“ und doppelte Besetzung im Kundenservice wurden ebenfalls erprobt. Pilotprojekte zeigten positive Ergebnisse, sodass eine flächendeckende Einführung geprüft wird. Ab Juli werden stichfeste Westen als zusätzliche Schutzausrüstung für das Personal getestet.
Langfristig plant die Bahn, neben Videoaufnahmen auch Tonaufzeichnungen zu ermöglichen – ein Schritt, der Prävention und Aufklärung erleichtern soll. Gleichzeitig wird die verpflichtende Deeskalationsschulung bundesweit ausgeweitet und um ein Modul zum Thema „Selbstbehauptung in Zügen“ ergänzt. Zudem wird der Einsatz von KI-Technologie geprüft, um Kamerabilder aus Zügen in Echtzeit auszuwerten und schneller auf Konflikte reagieren zu können.
Die neuen Maßnahmen kombinieren Technik, Schulungen und Schutzausrüstung. Körperkameras, stichfeste Westen und KI-gestützte Überwachung sollen Risiken für Personal und Fahrgäste verringern. Die Deutsche Bahn erwartet, dass diese Änderungen die Sicherheit im Regionalverkehr spürbar erhöhen.






