Deutsche Konzerne kämpfen mit drittem Gewinnrückgang in Folge – doch nicht alle Branchen leiden

Deutschlands Top-Unternehmen: Gewinnrückgang und Arbeitsplatzverluste - Deutsche Konzerne kämpfen mit drittem Gewinnrückgang in Folge – doch nicht alle Branchen leiden
Deutschlands größte Unternehmen, darunter Deutsche Bahn und Deutsche Bank, stehen vor einem weiteren schwierigen Jahr**, in dem die Gewinne zum dritten Mal in Folge sinken. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 gingen die Erträge der 100 umsatzstärksten Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 % zurück. Dennoch konnten einige Branchen wie Technologie und Gesundheitswesen gegen den Trend mit kräftigem Wachstum punkten.
Das kombinierte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der größten Konzerne des Landes sank auf 102 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte der Unternehmen verzeichnete geringere Gewinne als 2024 – die Abwärtsspirale hält damit an. Trotz dieser Entwicklung stieg der Gesamtumsatz leicht um 0,6 % auf rund 1,55 Billionen Euro – der erste Anstieg seit zwei Jahren.
Besonders hart traf es die Automobil- und Chemieindustrie, deren Gewinne um 46 % bzw. 71 % einbrachen. Die Folgen: 39 der 100 Unternehmen bauten Stellen ab, während 47 Firmen zwar neue Mitarbeiter einstellten. Insgesamt sank die Beschäftigtenzahl dennoch um etwa 17.500 Arbeitsplätze. Mit rund 633.000 Mitarbeitern bleibt Volkswagen der größte Arbeitgeber des Landes, gefolgt von der DHL Group und Siemens. Doch nicht alle Branchen litten unter der Krise: Technologieunternehmen, vor allem aus den Bereichen Software, KI und digitale Dienstleistungen, verdoppelten ihre Gewinne nahezu. Auch der Gesundheitssektor entwickelte sich positiv mit einem Gewinnplus von 40 %. Zudem verzeichnete die Immobilienbranche, insbesondere im Wohnungsbau und ausgewählten Gewerbeimmobilien, Zuwächse. Als profitabelstes Unternehmen stach die Deutsche Telekom hervor, die ein Betriebsergebnis von 19,4 Milliarden Euro auswies.
Trotz der aktuellen Probleme könnte die Autoindustrie bald eine Wende erleben: Neue Elektromodelle und strategische Neuausrichtungen könnten in naher Zukunft für eine Erholung sorgen.
Die deutsche Unternehmenslandschaft bleibt uneinheitlich: Während traditionelle Industrien schrumpfen, wachsen Technologie- und Gesundheitsbranche. Der leichte Umsatzanstieg gibt zwar ein wenig Hoffnung auf Stabilität, doch Arbeitsplatzabbau und Gewinnrückgänge zeigen, dass die Herausforderungen bestehen bleiben. Die kommenden Monate werden zeigen, ob strategische Weichenstellungen – etwa in der Automobilbranche – den Negativtrend umkehren können.
