12 June 2026, 16:03

Deutschland ignoriert EU-Asylreform: Warum Grenzkontrollen trotz GEAS bleiben

Dobrindt's Asylum Policy

Deutschland ignoriert EU-Asylreform: Warum Grenzkontrollen trotz GEAS bleiben

Trotz Inkrafttretens des neuen EU-Asylsystems bleibt Deutschlands Grenzpolitik unverändert

Obwohl das reformierte Asylsystem der EU, bekannt als GEAS, an diesem Freitag in Kraft tritt, hält Innenminister Alexander Dobrindt an Grenzkontrollen und Zurückweisungen von Asylsuchenden fest – entgegen gerichtlicher Urteile und Appelle aus Brüssel. Kritiker warnen, dass dieser Kurs das europäische Projekt untergraben und rechtsextreme Bewegungen im Ausland stärken könnte.

Das überarbeitete Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) startet zwar offiziell am Freitag, doch die von der Union geführte Bundesregierung setzt Pushbacks und Grenzüberwachungen weiterhin durch. Deutsche Gerichte haben solche Maßnahmen bereits als rechtswidrig nach EU-Recht eingestuft.

Die Politik stößt auf scharfe Kritik: Geflüchtete werden weiterhin um faire Asylverfahren und Schutz vor Verfolgung gebracht. Gleichzeitig befeuert die Weigerung, die Kontrollen zu beenden, rechtsextreme Gruppen in Polen, wo Milizen auf die Straßen gehen und kürzlich ein Kandidat des rechten Lagers die Präsidentschaftswahl gewann.

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Politische Zurückhaltung verschärft die Spannungen. CDU und CSU meiden das Thema vor den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. EU-Politiker und Rechtsexperten fordern Deutschland auf, die neuen Regeln umzusetzen – bisher verhallten ihre Appelle jedoch ungehört.

Die anhaltenden Grenzkontrollen gefährden die Rechtsstaatlichkeit in Europa. Beobachter argumentieren, dass die möglichen Schäden für das europäische Projekt jeden vermeintlichen Nutzen strenger Kontrollen überwiegen. Die Situation verdeutlicht die wachsende Kluft zwischen nationalen Alleingängen und EU-weiten Vereinbarungen.

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