"Die WasserMarke": Halles neues Denkmal für den Flut-Zusammenhalt von 2013
Lea Krause"Die WasserMarke": Halles neues Denkmal für den Flut-Zusammenhalt von 2013
Neues Denkmal ehrt den Zusammenhalt der Hallenser während der Flut 2013
Am Montag wurde in Halle ein neues Denkmal enthüllt, das die Widerstandsfähigkeit der Stadtbevölkerung während der Flutkatastrophe 2013 würdigt. Die Installation mit dem Titel „Die WasserMarke“ steht entlang des Radwegs zwischen der Bürgerbrücke und dem Gimritzer Damm. Sie soll an die Geschichte der Stadt und die Solidarität der Gemeinschaft in der Krise erinnern.
Die Idee für das Denkmal entstand im Rahmen eines Wettbewerbs, den die Bürgerinitiative Pro Halle e.V. gemeinsam mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle auslöbte. Der Künstler Philipp Keidler setzte sich mit einem Entwurf durch, der sächsischen Sandstein verwendet – ein Material, das bewusst gewählt wurde, um an die Tradition der Stadt anzuknüpfen, Hochwassermarken in Stein zu meißeln.
Die Umsetzung des Projekts dauerte vier Jahre und umfasste intensive Abstimmungen mit verschiedenen städtischen Ämtern. Die fertige Installation steht nun in einem ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet und fügt sich harmonisch in die neu gestaltete Radroute ein.
Bei der Einweihung rief Sachsen-Anhalts Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann dazu auf, den Geist der Einheit von 2013 wiederzubeleben. Angesichts aktueller Unzufriedenheit in der Bevölkerung betonte er, wie wichtig es sei, sich an die damals gezeigte Zusammenarbeit zu erinnern. Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt teilte eine persönliche Erinnerung: Seine Eltern mussten im Sommer 2013 evakuiert werden – eine Geschichte, die die Bedeutung des Denkmals als Symbol der Verbundenheit unterstrich.
Matthias Lux, Geschäftsführer der Halleschen Wasser und Stadtwirtschaft, erinnerte an die angespannten Tage im Juni, als die Strom- und Wasserversorgung der Stadt auf dem Spiel stand. Er lobte den Zusammenhalt der Bürger und bezeichnete das Denkmal als bleibende Mahnung an ihre gemeinsame Stärke.
„Die WasserMarke“ ist heute sowohl Mahnmal für die Flut von 2013 als auch Hommage an den Gemeinschaftsgeist Halles. Durch seine Lage an einem vielgenutzten Radweg bleibt es für Radfahrer und Fußgänger gut sichtbar. Das Projekt steht für Jahre der Planung, der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Engagements, die Geschichte der Stadt lebendig zu halten.






