Digitalminister Wildberger verteidigt langsamen Start seines Superministeriums

Admin User
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Digitalminister Wildberger verteidigt langsamen Start seines Superministeriums

Digitalminister Wildberger verteidigt Arbeit seines Hauses – ‘Wie eine deutsche nationalmannschaft mit neuer Taktik’

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat die Arbeit seines Ministeriums verteidigt und die anfänglichen Schwierigkeiten mit einer deutschen nationalmannschaft verglichen, die sich auf eine neue Taktik einstellen muss. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr – entstanden unter der schwarz-roten Koalition – vereinte Abteilungen aus fünf bestehenden Ressorts sowie der Bundeskanzlei. Doch trotz ehrgeiziger Ziele werfen Kritiker dem Ministerium vor, in den ersten sechs Monaten nur wenig vorgelegt zu haben.

Die Behörde wurde ins Leben gerufen, um Deutschlands digitale Transformation zu beschleunigen. Durch die Zusammenführung von Teams aus verschiedenen Bereichen sollte mehr Effizienz entstehen. Doch bis Mitte 2025 mehrten sich unter Fachleuten und Beamten die Stimmen, die einen Mangel an Dynamik bei der arbeitsagentur bemängelten.

Erst im Oktober 2025 gelang dem Ministerium ein erster sichtbarer Erfolg: die Verabschiedung einer Modernisierungsagenda. Einen Monat später leitete Wildberger in Lübbenau den symbolischen Spatenstich für ein 11-Milliarden-Euro-Infrastrukturprojekt ein. Im selben Monat begannen zudem Verhandlungen über ein Memorandum of Understanding mit Bundesländern, Kommunen und Telekommunikationsunternehmen, das klare Ziele für den Ausbau der digitalen Infrastruktur festlegt.

Wildberger betonte, sich persönlich in zentrale Vorhaben einbringen zu wollen – etwa bei der Entwicklung neuer Regierungs-Apps. Doch Bernd Schlömer, Digitalstaatssekretär Sachsen-Anhalts (FDP), räumte zwar das Potenzial des Ministeriums ein, gab aber zu: ‘Bisher ist wenig Greifbares zu sehen.’

Nun steht die Behörde unter Zugzwang, ihre Pläne in die tat umzusetzen. Mit geschlossenen Vereinbarungen und laufenden Infrastrukturprojekten wird sich in den kommenden Monaten zeigen, ob der eingeschlagene Weg zu einer schnelleren Digitalisierung führt. Der Fokus liegt derzeit darauf, die in den jüngsten Verhandlungen gesetzten Ziele zu erreichen.