DTB kündigt Reformen nach Abstieg der Frauen-Tennismannschaft an

DTB kündigt Reformen nach Abstieg der Frauen-Tennismannschaft an
Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hat nach dem Abstieg der Frauenmannschaft aus der Billie-Jean-King-Cup-Weltgruppe Reformen angekündigt. Präsident Dietloff von Arnim erklärte, der Verband werde die finanzielle Förderung von Turnieren erhöhen und die heimische Tennisszene stärken. Teamkapitän Rainer Schüttler, der seit 2020 im Amt ist, hat sich noch nicht über seine Zukunft entschieden.
Die Neuausrichtung des DTB folgt auf die enttäuschenden Leistungen der Mannschaft, die beide Play-off-Spiele auf heimischem Boden verlor. Zunächst unterlag das Team der Türkei, dann Belgien – was schließlich zum Abstieg führte. Von Arnim räumte ein, dass bei der entscheidenden Begegnung gegen Belgien die besten deutschen Spielerinnen, die in den Top 50 der Weltrangliste stehen, gefehlt hätten. Dies unterstreiche die Notwendigkeit, die Teamorganisation zu verbessern.
Schüttler, der in der Regel Einjahresverträge unterzeichnet, deutete an, dass es innerhalb der Teamstrukturen Optimierungsbedarf gebe. Nach der Niederlage und dem Abstieg zeigte er sich enttäuscht und „völlig zerschlagen“. Im Dezember will der Kapitän mit den Spielerinnen über seine Zukunft sprechen. Von Arnims Aussagen lassen darauf schließen, dass der Verband künftig einen anderen Führungsstil anstrebt.
Mit der erhöhten finanziellen Unterstützung und dem Fokus auf die Stärkung nationaler Turniere will der DTB den Niedergang des deutschen Damentennis aufhalten. Schüttlers Entscheidung über seine weitere Zusammenarbeit mit dem Team wird nach den Gesprächen mit den Spielerinnen im Dezember erwartet. Die Neuausrichtung des Verbandes deutet auf einen Wandel in der Führungsphilosophie hin – von Arnim betonte, der DTB sei „kein Fußballverein“, was auf eine andere Strategie in der Teamführung hindeutet.