18 April 2026, 12:05

DUH fordert Tempolimit und autofreie Sonntage für weniger Spritverbrauch

Plakat wirbt für Bergbahn, Deutschland als elektrisches Stadt, zeigt Gebäude, Bäume, Hügel und beschreibenden Text.

DUH fordert Tempolimit und autofreie Sonntage für weniger Spritverbrauch

Die deutsche Umweltschutzorganisation DUH hat zwei mutige Vorschläge vorgelegt, um den Spritverbrauch zu senken und das Mobilitätsverhalten nachhaltig zu verändern. Einer sieht ein generelles Tempolimit vor, der andere autofreie Sonntage. Beide Maßnahmen zielen darauf ab, die Abhängigkeit von Benzin und Diesel im ganzen Land zu verringern.

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Laut der Organisation könnten strengere Geschwindigkeitsregeln bis zu 4,7 Milliarden Liter Kraftstoff pro Jahr einsparen. Gleichzeitig sollen die Pläne das Bewusstsein dafür schärfen, wie sehr der Straßenverkehr den Alltag prägt. Die Verkehrsreferentin der DUH, Dorothee Saar, bezeichnete autofreie Sonntage als symbolische Geste, die weniger der Kraftstoffeinsparung diene, sondern vielmehr seltene Gelegenheiten biete, öffentliche Räume anders zu erleben. Ohne Autos könnten Straßen zu Orten neuer sozialer Begegnungen werden.

Der Schwerpunkt der Initiative liegt jedoch auf der Einführung von Tempolimits. Vorgeschlagen werden 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen. Saar betonte, dass solche Beschränkungen einfach umzusetzen wären, kaum Kosten verursachten und langwierige Diskussionen über Ausnahmen vermeiden würden.

Anders als autofreie Sonntage hätten Geschwindigkeitsbegrenzungen einen direkten Effekt auf den Spritverbrauch. Die DUH schätzt, dass dadurch jährlich bis zu 4,7 Milliarden Liter Benzin und Diesel eingespart werden könnten – ein bedeutender Schritt zur Reduzierung der Verkehrsemissionen, die in Deutschland zu den größten CO₂-Quellen zählen.

Die beiden Ansätze zeigen unterschiedliche Wege auf, um das Verkehrsverhalten zu ändern: Autofreie Sonntage würden als punktuelle Erinnerung dienen, wie viel Platz Autos in den Städten einnehmen. Tempolimits hingegen brächten sofort messbare Kraftstoffeinsparungen.

Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, könnten sie nicht nur die Art und Weise verändern, wie Menschen unterwegs sind, sondern auch die Emissionen spürbar senken. Nun liegt es an Politik und Öffentlichkeit, darauf zu reagieren.

Quelle