Düngemittelpreise explodieren: Landwirte kämpfen um ihre Ernte
Deutsche Landwirte kämpfen mit explodierenden Düngemittelpreisen zu Beginn der Frühjahrsaussaat
Die jüngsten Preissprünge kommen angesichts der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten und der Störungen globaler Schifffahrtsrouten. Viele Landwirte sorgen sich nun, ob sie ihre Kulturen ausreichend mit Nährstoffen versorgen können.
Die Düngemittelpreise sind in den letzten Wochen stark angestiegen. Ammoniumnitrat-Kalk (AHL) kostet mittlerweile 413 Euro pro Tonne – ein Anstieg um 49 Euro. Harnstoff in Granulatform hat sich noch stärker verteuert und liegt nun bei 694 Euro pro Tonne, ein Plus von 141 Euro im Vergleich zum Vormonat. Auch Kalkammonsalpeter (CAN) ist um 63 Euro teurer und wird jetzt zu 440 Euro pro Tonne gehandelt.
Hinter den Preistreibereien stehen der Krieg im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus, die weltweite Lieferketten durcheinanderbringen. Landwirte, die frühzeitig Vorräte angelegt haben, kommen besser durch die Krise. Doch wer nur über begrenzte Reserven verfügt, steht vor schwierigen Entscheidungen.
Winterkulturen, die bereits im Boden sind, benötigen in ihrer entscheidenden Wachstumsphase ausreichend Nährstoffe. Ein Umstieg auf stickstoffeffiziente Alternativen wie Soja ist für viele Betriebe jedoch kaum umsetzbar. Um die Auswirkungen der Krise zu erfassen, wurde eine Umfrage gestartet, die die Reaktionen der Landwirte auf die Preisschocks dokumentieren soll.
Der drastische Preisanstieg zwingt die Landwirte, ihre Anbau- und Düngestrategien anzupassen. Wer nur über geringe Lagerbestände verfügt, könnte sich in dieser Saison essenzielle Betriebsmittel kaum noch leisten. Die Umfrageergebnisse werden zeigen, wie die Branche mit dem anhaltenden Kostendruck zurechtkommt.






