E.ON-Aktie bleibt trotz Rekordgewinnen unter regulatorischem Druck

E.ON-Aktie bleibt trotz Rekordgewinnen unter regulatorischem Druck
Trotz solider operativer Ergebnisse zeigt sich die Aktie von E.ON weiterhin verhalten – Analysten und Anleger richten ihren Blick vor allem auf mögliche regulatorische Risiken. Eine aktuelle Analyse vom 15. November soll Investoren bei der Entscheidung helfen, ob sie E.ON-Papiere kaufen oder verkaufen sollten.
Bisher bildeten die regulierten Netzentgelte von E.ON eine stabile Grundlage für das Geschäftsmodell des Konzerns. Doch politische Eingriffe, wie etwa die Überlegungen der Bundesnetzagentur, die Vorschriften für Netzbetreiber zu verschärfen, könnten die Planbarkeit künftiger Erträge beeinträchtigen. Dieses regulatorische Risiko hat Analysten – darunter Arndt Ellinghorst – dazu veranlasst, ihre Kursziele für die E.ON-Aktie nach unten zu korrigieren.
Obwohl das Unternehmen in den ersten drei Quartalen 2025 operativ stark auftrat – das bereinigte EBITDA stieg um 10 % auf 7,4 Milliarden Euro, der Nettogewinn kletterte um 4 % auf 2,3 Milliarden Euro –, reagierte der Aktienkurs nicht positiv. Die Anleger bleiben skeptisch und zögern, weshalb die Aktie seitwärts tendiert. Gleichzeitig hat E.ON seine Investitionen in die Energieinfrastruktur um 8 % erhöht und 5,1 Milliarden Euro in den Netzausbau sowie die Energiewende gesteckt.
Die geplanten Änderungen könnten die Rendite auf das in den regulierten Netzbetrieb investierte Kapital verringern und damit die Gewinne schmälern. Solange Anleger und Analysten die regulatorischen Entwicklungen genau beobachten, dürfte die Aktienperformance von E.ON trotz grundsolider Unternehmensdaten gedämpft bleiben.
