01 May 2026, 04:07

Edenhofer fordert Abgabe auf Öl- und Gasheizungen trotz Energiekrise

Tortendiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, aufgeschlüsselt nach Quellen wie fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasser, Heizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Edenhofer fordert Abgabe auf Öl- und Gasheizungen trotz Energiekrise

Der Ökonom Ottmar Edenhofer warnt vor einem Anstieg neuer Öl- und Gasheizungen angesichts der aktuellen Energiekrise. Er betonte, dass die Klimapolitik weiterhin entscheidend für Deutschlands langfristige Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität sei. Seine Äußerungen erfolgten als Reaktion auf jüngste Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Wettbewerbsfähigkeit der Industrie.

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Edenhofer schlug eine gezielte Investitionsabgabe auf neue Öl- und Gasheizsysteme vor, um deren Nutzung unattraktiver zu machen. Gleichzeitig regte er eine Senkung der Stromsteuer an, um Wärmepumpen als bezahlbare Alternative zu fördern. Er räumte ein, dass viele Hausbesitzer mit den Sanierungskosten kämpften, argumentierte jedoch, dass bestehende Förderprogramme den Übergang erleichtern könnten.

Kritik übte er auch an der Bundesregierung, die es versäumt habe, die Klimapolitik mit ausreichender Weitsicht zu gestalten. Statt sie als Belastung zu betrachten, forderte er die Politik auf, sie als Instrument zum Erhalt von Wohlstand und Sicherheit zu begreifen. Ein Klimadividende, so Edenhofer, könnte die finanzielle Belastung der Haushalte mindern und gleichzeitig den Umstieg auf saubere Energien unterstützen.

Auf Merz' Bedenken hinsichtlich der industriellen Wettbewerbsfähigkeit entgegnete Edenhofer, dass Klimaschutz die deutsche Wirtschaft nicht schwäche. Die Klimapolitik für allgemeine industrielle Probleme verantwortlich zu machen, sei irreführend. Kurzfristige Krisen dürften nicht von der Notwendigkeit langfristiger, nachhaltiger Lösungen ablenken, warnte er.

Zu Edenhofers Vorschlägen gehören eine Abgabe auf fossile Heizsysteme sowie Steuersenkungen für Strom, um Wärmepumpen attraktiver zu machen. Er besteht darauf, dass Klimaschutz keine Option, sondern die Grundlage für zukünftigen Wohlstand sei. Die Debatte dreht sich nun darum, wie sich kurzfristige Bezahlbarkeit mit langfristigen ökologischen und wirtschaftlichen Zielen in Einklang bringen lässt.

Quelle