EU-Gebäuderichtlinie 2026: Wie Deutschland Klimaziele und Wirtschaftswachstum vereint

EU-Gebäuderichtlinie 2026: Wie Deutschland Klimaziele und Wirtschaftswachstum vereint
Politikbrief 2025 zu EU-Gebäudethemen
Ankündigung In ihrem neu veröffentlichten Politikbrief befasst sich die Building Transition Alliance mit aktuellen EU-Gebäudefragen und gibt Umsetzungsempfehlungen für die Energieeffizienzrichtlinie für Gebäude (EPBD).
Veröffentlichungsdatum 12. Dezember 2025
Schlagwörter Industrie, Energie, Finanzen, Wirtschaft
Deutschland bereitet sich darauf vor, die aktualisierte EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) bis Mai 2026 in nationales Recht umzusetzen. Das Vorhaben zielt darauf ab, Emissionen zu senken und gleichzeitig in einer Phase der Stagnation das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Ein Bündnis aus Branchenexperten unter Führung der Deutschen Energie-Agentur (dena) drängt auf eine zügige und präzise Übernahme der Vorschriften.
Die Building Transition Alliance warnt, dass Verzögerungen die Klimaziele untergraben und die langfristige Nachhaltigkeit des deutschen Gebäudebestands schwächen könnten. In ihrem aktuellen Politikbrief wird dargelegt, wie die Richtlinie Fortschritte bei der Energieeffizienz und grüner Technologie vorantreiben kann.
Die überarbeitete EPBD, die als 2025/1275 verabschiedet wurde, setzt strengere Standards für Energieeffizienz und Emissionen in Gebäuden innerhalb der EU. Die deutsche Regierung erarbeitet nun Gesetze, um diese Anforderungen umzusetzen, wobei der Fokus auf praktischen Maßnahmen liegt, um die Einführung zu beschleunigen. Zu den zentralen Änderungen gehören vereinfachte Genehmigungsverfahren für Sanierungen sowie der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Wohn- und Gewerbeimmobilien.
Die Building Transition Alliance, zu der auch der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) gehört, plädiert für eine 1:1-Umsetzung der Richtlinie. Dies würde Rechtssicherheit schaffen und das Land auf Kurs halten, um seine Klimaverpflichtungen zu erfüllen. Jede Verwässerung oder Verschiebung, so die Warnung, berge die Gefahr, den Wandel hin zu klimaneutralen Gebäuden zu verlangsamen.
Der Politikbrief 2025 analysiert die Kernbestandteile der Richtlinie und schlägt Wege vor, sie in deutsches Recht zu integrieren. Zu den empfohlenen Lösungen zählen die Umrüstung von Heizsystemen auf erneuerbare Energien, die Verbesserung der Dämmung sowie der Einsatz intelligenter Gebäudetechnologien. Diese Schritte, so das Bündnis, würden nicht nur die Emissionen reduzieren, sondern auch Arbeitsplätze schaffen und Innovationen in der Baubranche fördern.
Deutschland sieht in der Transformation die Chance, Klimaschutz mit wirtschaftlicher Erholung zu verbinden. Da der Gebäudesektor einen erheblichen Anteil an den nationalen Emissionen hat, betrachten Behörden die EPBD als Instrument, um die Infrastruktur zu modernisieren und gleichzeitig Branchen zu stärken, die auf nachhaltiges Bauen spezialisiert sind.
Die Bundesregierung muss ihren Umsetzungsplan bis Mitte 2026 finalisieren. Werden die neuen Regeln wie empfohlen eingeführt, werden sie Gebäude zu höherer Energieeffizienz und geringeren CO₂-Fußabdrücken führen. Der Erfolg hängt jedoch von einer engen Abstimmung zwischen Politik, Wirtschaft und kommunalen Behörden ab, um eine reibungslose und wirksame Umsetzung zu gewährleisten.
