Evonik-Aktie legt 10 Prozent zu – dank Chemikalienknappheit und Restrukturierung
Lea KrauseEvonik-Aktie legt 10 Prozent zu – dank Chemikalienknappheit und Restrukturierung
Der Aktienkurs von Evonik ist in der vergangenen Woche deutlich gestiegen und hat innerhalb von fünf Handelstagen fast 10 Prozent zugelegt. Allein am Freitag kletterte die Aktie um weitere 6 Prozent – angetrieben durch eine starke Marktnachfrage und strategische Unternehmensentscheidungen.
Ein weltweiter Mangel an C4-Chemikalien und Methionin hat die Preise in Europa und den USA in die Höhe getrieben. Evonik, dessen Produktionsstandorte sicher außerhalb von Krisenregionen liegen, profitiert von diesen stark gestiegenen Kosten und verbessert so seine Gewinnmargen.
Auch das Restrukturierungsprogramm von Vorstandsvorsitzendem Christian Kullmann spielt eine zentrale Rolle. Durch Kostensenkungen und Personalabbau wurden die Abläufe verschlankt, was die finanzielle Position des Konzerns stärkt. Gleichzeitig bereitet sich Evonik darauf vor, nicht zum Kerngeschäft gehörende Sparten zu veräußern – darunter die Chemiepark-Sparte Syneqt –, um sich noch stärker auf Spezialchemikalien zu konzentrieren.
Mehrere Großbanken haben diese Entwicklungen registriert. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat kürzlich ihr Kursziel für die Evonik-Aktie auf 18 Euro angehoben und signalisiert damit wachsendes Vertrauen in die Unternehmensstrategie.
Die Kombination aus knappen Angeboten bei Schlüsselchemikalien und den strategischen Weichenstellungen von Evonik hat die Anlegerstimmung beflügelt. Mit einem klaren Fokus auf hochmargige Spezialchemikalien und verbesserten Kostenkontrollen gewinnt die Aktie des Konzerns weiter an Fahrt.






