Ex-Berater fordern Demokraten zum Sieg bei US-Zwischenwahlen 2022 auf
Zwei einflussreiche Politiker haben die Demokraten aufgefordert, bei den US-Zwischenwahlen 2022 entscheidende Siege zu erringen. Christoph Heusgen, ehemaliger Berater von Angela Merkel, und Philip Murphy, Ex-US-Botschafter, halten die Rückeroberung der Mehrheit im Repräsentantenhaus und möglicherweise auch im Senat für entscheidend. Ihr Appell erfolgt vor dem Hintergrund von Bedenken wegen Donald Trumps Außenpolitik und deren Auswirkungen auf Europa.
Heusgen und Murphy kritisierten Trump dafür, Europa eher als Gegner denn als Verbündeten zu behandeln. Sie verwiesen auf seine Infragestellung des US-Engagements in der NATO sowie seine Tendenz, den Kongress zu umgehen und Druck auf die Justiz auszuüben. Solche Handlungen, so ihre Argumentation, schwächen die Gewaltenteilung und untergraben demokratische Grundsätze.
Das Duo warnte zudem vor einem einseitigen Vorgehen der USA und betonte, dass sowohl Amerika als auch Europa am meisten profitieren, wenn das internationale Recht respektiert wird. Sie deuteten an, dass ein künftiger demokratischer Präsident das Vertrauen in die transatlantischen Beziehungen wiederherstellen und die Handelsbeziehungen zur EU verbessern könnte.
Über die Wahlkampfstrategie hinaus schlagen Heusgen und Murphy eine neue Ausrichtung für Deutschlands Rolle im UN-Sicherheitsrat vor. Ihr Konzept sieht ein System halbpermanenter Sitze vor, um die globale Governance zu reformieren.
Die beiden ehemaligen Berater sehen in demokratischen Erfolgen 2022 eine Möglichkeit, Trumps Politik entgegenzuwirken und Stabilität in den amerikanisch-europäischen Beziehungen wiederherzustellen. Ihre Vorschläge reichen bis zu UN-Reformen und spiegeln breitere Bestrebungen wider, die internationale Zusammenarbeit zu stärken. Ein Führungswechsel in den USA, so ihre Überzeugung, könnte zu einer berechenbareren und kooperativeren Außenpolitik führen.






