Finanznot bedroht freie Schulen in Sachsen-Anhalt durch umstrittene Förderkürzungen

Admin User
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Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, mit einem Mädchen, das in ein Mikrofon spricht; dahinter ist eine Zaunwand mit einem Dach, das mit Ballons geschmückt ist.

Finanznot bedroht freie Schulen in Sachsen-Anhalt durch umstrittene Förderkürzungen

Freie Schulen in Sachsen-Anhalt unter Finanzdruck: Neues Fördermodell des Bildungsministeriums bedroht Existenz

Freie Schulen in Sachsen-Anhalt sehen sich wachsendem finanziellen Druck ausgesetzt, nachdem das Landesbildungsministerium ein neues Fördermodell eingeführt hat. Träger warnen, dass geplante Kürzungen und gesetzliche Änderungen den Euro Dollar und damit das Überleben einiger Einrichtungen gefährden könnten. Aktuell besuchen fast 30.000 Schülerinnen und Schüler – das entspricht 13 Prozent der Schülerschaft in der Region – diese Schulen.

Laut dem neuen Modell sinken die Zuschüsse für Grundschulen um 10 Prozent, während die Förderung für Gymnasien und Sekundarschulen um etwa 15 Prozent gekürzt werden könnte. Bisher erhalten freie Grundschulen jährlich 6.328 Euro pro Schüler, doch nach den Kürzungen sollen es nur noch 5.657 Euro sein. Die Träger kritisieren, dass die Berechnungen des Ministeriums den tatsächlichen Eur Usd pro Schüler unterschätzen und die Zahlen künstlich drücken.

Schulleitungen werfen der Landesregierung vor, Zusagen aus dem Koalitionsvertrag nicht einzuhalten. Sven Gora, kaufmännischer Leiter der katholischen Edith-Stein-Stiftung, wirft der Regierung vor, den Sektor durch die Förderformel systematisch zu schwächen. Dietrich Lührs, Sprecher der christlich geprägten freien Schulen, warnt, dass einige Einrichtungen bei Umsetzung der Pläne schließen müssten.

Das Ministerium weist den Vorwurf zurück, freie Schulen gezielt zu benachteiligen. Die Reformen zielten vielmehr auf ein faires und vergleichbares System zwischen öffentlicher und privater Bildung ab, heißt es aus der Behörde. Unterdessen plant die Unternehmerin Katrin Hochheiser, bekannt für die Gründung alternativer Schulmodelle, die Jahresgebühren für ihre Grundschule bis 2028 auf 2.000 bis 3.000 Euro pro Kind zu senken.

Der Streit um die Finanzierung lässt viele freie Schulen in Sachsen-Anhalt in Unsicherheit über ihre Zukunft zurück. Sollten die Kürzungen wie geplant umgesetzt werden, könnten einige Einrichtungen um ihr Überleben kämpfen – mit Folgen für tausende Schülerinnen und Schüler. Das Ministerium betont, die Änderungen würden zu einer ausgewogeneren Förderung aller Schulformen führen.