Fürther Fußballtalente packen im Naturschutz mit an – für Frösche und saubere Bäche
Moritz HoffmannFürther Fußballtalente packen im Naturschutz mit an – für Frösche und saubere Bäche
Nachwuchsfußballer der SpVgg Greuther Fürth engagieren sich für Naturschutz im Langenzennner Spitalwald
Junge Fußballer der SpVgg Greuther Fürth haben an einem Naturschutzprojekt im Spitalwald bei Langenzenn mitgewirkt. Die Initiative, die in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) durchgeführt wurde, hatte zum Ziel, einen degradierten Entwässerungsgraben zu renaturieren und die lokale Artenvielfalt zu fördern.
Die Spieler arbeiteten Hand in Hand mit Naturschützern, um Holzpfähle und so genannte Faschinen – eine traditionelle Methode, bei der Bündel aus Ästen verwendet werden – im Graben zu verankern. Diese Konstruktionen bremsen den Wasserfluss, sodass sich Sedimente ablagern und das Bachbett allmählich angehoben wird. Langfristig trägt dies dazu bei, dass der Wald mehr Wasser speichern kann.
Die Faschinen erfüllen noch einen weiteren Zweck: Sie schaffen kleine „Trittstein“-Lebensräume für Amphibien. Diese Mini-Ökosysteme ermöglichen Fröschen, Kröten und Molchen sichere Wanderungen zwischen größeren Habitaten. Das Projekt ist Teil des Gewässerverbundsystems Langenzenn, das sich auf den Schutz und die Aufwertung lokaler Wasserläufe konzentriert.
LBV-Geschäftsführer Helmut Beran betonte die übergreifende Bedeutung der Zusammenarbeit. Fußball verbinde Menschen und könne das Bewusstsein für Umweltfragen schärfen, so Beran. Die Partnerschaft solle jungen Sportlern zeigen, welche konkreten Auswirkungen Naturschutzarbeit habe.
Durch die Verbindung von Mannschaftsgeist im Sport und praktischem Naturschutz verdeutlicht das Projekt, wie gemeinsames Engagement sowohl Ökosysteme als auch Gemeinschaften stärken kann. Der renaturierte Graben kann nun Wasser effizienter zurückhalten – zum Nutzen der Tierwelt und der Gesundheit des Waldes. Gleichzeitig erhalten die jungen Spieler eine direkte Möglichkeit, sich für den Schutz ihrer heimischen Umwelt einzusetzen. Künftige Projekte könnten dieses Modell aufgreifen und Sportvereine noch enger mit Naturschutzinitiativen verknüpfen.






