07 April 2026, 00:08

GDL-Chef Reißen attackiert Deutsche Bahn: "Geldwäschemaschine" und inkompetente Führung

Werbung mit einem Zug mit dem Text 'Dresdner Transport & Lagerhaus-Akt-Ges' und Gebäuden im Hintergrund.

GDL-Chef Reißen attackiert Deutsche Bahn: "Geldwäschemaschine" und inkompetente Führung

Mario Reißen, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), hat die Deutsche Bahn (DB) scharf für ihre Finanzpolitik und Personalentscheidungen kritisiert. Seine Äußerungen richteten sich gegen die undurchsichtigen Finanzstrukturen des Konzerns, aktuelle Personalien sowie die Folgen für die Steuerzahler.

Reißen bezeichnete die Finanzpraxis der DB als "Geldwäschemaschine" und verwies dabei auf interne Abrechnungsverfahren sowie die Existenz von fast 600 Tochtergesellschaften. Diese Strukturen verschleierten seiner Ansicht nach Geldflüsse und belasteten am Ende die Steuerzahler mit unnötigen Kosten.

Kritik übte er auch an der Ernennung von Karin Dohm zur Finanzchefin, die er für das Amt als unqualifiziert bezeichnete. Ihr Einsatz werde zu weiteren Kontroversen und Ineffizienzen führen, so Reißen. Darüber hinaus monierte er die generelle Führungsriege des Konzerns: Eine Halbierung der Top-Manager könnte seiner Meinung nach die Produktivität und die finanzielle Performance deutlich steigern.

Trotz seiner scharfen Kritik zeigte sich Reißen unterstützend gegenüber den Umstrukturierungsbemühungen von DB-Chefin Evelyn Palla. Er begrüßte insbesondere ihre Entscheidungen, die ehemalige DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta sowie Dohm selbst zu entlassen. Gleichzeitig forderte er Palla auf, bei der Reform der Unternehmensführung noch konsequenter vorzugehen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Reißen argumentierte, dass eine bessere finanzielle Kontrolle sogar in Krisenzeiten die Fernverkehrsleistungen der DB verbessern könnte. Er betonte, dass die Steuerzahler nicht länger die Kosten für Fehlmanagement und ineffiziente Führungsentscheidungen tragen dürften.

Die Äußerungen Reißens spiegeln die anhaltenden Spannungen zwischen der DB-Führung und den Arbeitnehmervertretern wider. Seine Forderungen nach Reformen zielen auf einen Abbau überflüssiger Managementstrukturen, mehr Transparenz und einen verantwortungsvolleren Umgang mit Steuergeldern ab. Die Debatte über die Finanzpraktiken und Personalentscheidungen der DB wird voraussichtlich weiter anhalten, während die Umstrukturierungsmaßnahmen voranschreiten.

Quelle