09 June 2026, 00:06

Gericht gibt AfD recht: Linkspartei darf Parkinson-Vorwürfe nicht wiederholen

Die Linkspartei darf AfD-Abgeordnete nicht mehr 'Arschlöcher' nennen

Gericht gibt AfD recht: Linkspartei darf Parkinson-Vorwürfe nicht wiederholen

Ein deutsches Gericht hat in einem Streit zwischen der Linkspartei und der AfD über Vorwürfe, zwei ihrer Politiker hätten die Parkinson-Symptome eines Abgeordneten verspottet, zugunsten der AfD entschieden. Das Oberlandesgericht Rostock untersagte zwei Kreisverbänden der Linkspartei, Teile einer Pressemitteilung zu dem angeblichen Vorfall zu wiederholen.

Der Fall begann, nachdem der Linken-Politiker Dirk Bruhn AfD-Mitglieder beschuldigt hatte, seine Erkrankung während einer Landtagssitzung im April 2025 nachgeahmt zu haben. Der Rechtsstreit nahm seinen Lauf, als Bruhn, der an Parkinson leidet, erklärte, AfD-Politiker hätten seine Symptome imitiert. Dreizehn AfD-Abgeordnete beantragten daraufhin eine einstweilige Verfügung gegen die Linkspartei, gerichtet gegen konkrete Passagen in einer Pressemitteilung, die die Anschuldigungen wiederholten.

Ein früherer Antrag auf ein vollständiges Verbot war vom Landgericht Rostock teilweise abgelehnt worden. Das Oberlandesgericht urteilte jedoch später, die Linkspartei könne ihre Behauptungen nicht belegen. Die Richter stellten fest, dass es an Zeugen und konkreten Beweisen für die Verspottungsvorwürfe fehle.

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Das Gericht kam zudem zu dem Schluss, dass die AfD-Politiker durch die Äußerungen in ihren Persönlichkeitsrechten widerrechtlich verletzt worden seien. Zwar räumten die Richter ein, dass Politiker einer strengeren öffentlichen Prüfung unterlägen, betonten jedoch, dass unbegründete persönliche Beleidigungen inakzeptabel seien. Der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Enrico Schult bezeichnete das Urteil als Bestätigung, während der AfD-Abgeordnete Thore Stein der Linkspartei vorwarf, wissentlich falsche Behauptungen verbreitet zu haben.

In der Folge dürfen die beiden Kreisverbände der Linkspartei die umstrittenen Abschnitte ihrer Pressemitteilung nicht mehr veröffentlichen. Das Urteil verhindert, dass die Linkspartei ihre Vorwürfe ohne Belege wiederholt. Die Entscheidung unterstreicht, wie wichtig belastbare Beweise bei schweren Anschuldigungen gegen politische Gegner sind. Die betroffenen AfD-Politiker begrüßten das Ergebnis als Schutz ihrer Reputation.

Quelle