16 March 2026, 04:05

Geschwindigkeitsstrafen bringen Millionen – doch die Einnahmen schwächeln 2025

Eine belebte Stadtstraße mit verschiedenen Fahrzeugen, darunter ein Lastwagen und ein Auto, Laternenmasten, Verkehrsampeln, Schilder, eine Brücke mit Geländern, Bäume, Gebäude mit Fenstern und ein bewölkter Himmel.

Hilfe für klamme Städte? Wie viel Bußgeldfahrer zahlen - Geschwindigkeitsstrafen bringen Millionen – doch die Einnahmen schwächeln 2025

Geschwindigkeitsstrafen bringen Millionen in baden-württembergische Haushalte – doch die Einnahmen sinken teilweise

Geschwindigkeitsüberschreitungen bescheren den Städten in Baden-Württemberg weiterhin Millionen – doch einige verzeichnen 2025 rückläufige Einnahmen. Eine aktuelle Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zeigt, wie viel Autofahrer zahlen und wohin das Geld fließt. Die Mittel werden jedoch nicht zweckgebunden verwendet, sondern gehen in die allgemeinen Haushalte der Kommunen.

In Stuttgart sanken die Einnahmen aus Knöllchen von über 18 Millionen Euro im Jahr 2024 auf knapp unter 17 Millionen Euro 2025. Der Rückgang hängt mit der vorübergehenden Abschaltung einiger Blitzer zusammen. Freiburg verzeichnete ebenfalls einen leichten Rückgang: Statt 9,4 Millionen Euro im Vorjahr brachten die Strafen 2025 nur noch knapp unter 8,9 Millionen Euro ein.

Heidelberg hingegen verbuchte einen kleinen Anstieg und nahm rund 2,6 Millionen Euro ein – nach 2,5 Millionen im Jahr zuvor. Auch Ravensburgs Zahlen stiegen von etwas über 1,2 Millionen auf fast 1,4 Millionen Euro. Mannheims Gesamteinnahmen aus mobilen, stationären und halbstationären Kontrollen beliefen sich 2025 auf 6,6 Millionen Euro.

Die Städte müssen die Kosten für Geschwindigkeitskontrollen selbst tragen, darunter Personal, Technik und Reparaturen – besonders nach Vandalismus. Doch Betroffene betonen, dass Bußgelder kein Allheilmittel für strukturelle Finanzprobleme seien. Vielmehr sehen sie die jahrelange Unterfinanzierung durch Bund und Länder als eigentliche Ursache.

Wer in Deutschland zu schnell fährt, muss mit Strafen von bis zu 800 Euro rechnen. Während an einigen Orten feste Blitzer installiert sind, führt Freiburg derzeit nur mobile Radarkontrollen auf – etwa in der Tennenbacher Straße in Herdern oder an der A5 in Stadtnähe.

Die Einnahmen aus Geschwindigkeitsstrafen fließen in die allgemeinen Haushalte der Kommunen, nicht in spezifische Projekte. Angesichts der schwankenden Erträge bleiben die laufenden Kosten für die Überwachung für die Städte eine Belastung. Die Debatte über Finanzierungslücken reicht jedoch weit über Verkehrsverstöße hinaus.

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