Grenzach-Wyhlen prüft Verkauf des Pflegeheims Emilienpark an die AWO Baden
Leon SchulzGrenzach-Wyhlen prüft Verkauf des Pflegeheims Emilienpark an die AWO Baden
Die Gemeinde Grenzach-Wyhlen prüft derzeit den Verkauf des Pflegeheims Emilienpark an die AWO Baden. Die Organisation hat bereits Interesse bekundet, die Einrichtung zu übernehmen und die notwendigen Modernisierungsmaßnahmen zu finanzieren. Eine endgültige Entscheidung soll im April nächsten Jahres im Gemeinderat beraten werden.
Das Pflegeheim befindet sich derzeit im Besitz der Gemeinde und ist bis Anfang 2036 an die AWO Baden verpachtet. Laut bestehendem Vertrag hat sich der Betreiber verpflichtet, den Betrieb der Einrichtung auch über dieses Datum hinaus aufrechtzuerhalten. Sollte der Verkauf zustande kommen, könnte der Eigentumswechsel bereits zum 1. September 2026 vollzogen werden.
Um den aktualisierten Vorschriften für stationäre Pflegeeinrichtungen zu entsprechen, sind umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich, darunter die Umwandlung von Mehrbettzimmern in Einzelzimmer. Zudem muss das Gebäude erweitert werden, um moderne Energiestandards und Klimaschutzauflagen zu erfüllen. Die Kosten für diese Maßnahmen werden auf etwa 2 bis 3 Millionen Euro geschätzt.
Die AWO Baden hat angeboten, die Sanierungskosten zu tragen und das Heim langfristig zu betreiben. Die Gemeinde behält sich ein Vorkaufsrecht für den Fall vor, dass die Einrichtung jemals weiterveräußert wird. Der aktuelle Buchwert des Pflegeheims beläuft sich auf rund 3,1 Millionen Euro.
Der Gemeinderat wird am 28. April 2026 über den geplanten Verkauf abstimmen. Bei einer Zustimmung würde die AWO Baden sowohl für die Sanierung als auch für den künftigen Betrieb des Emilienparks verantwortlich sein. Der Vertrag enthält zudem Sicherungsklauseln, die eine kontinuierliche Pflegeversorgung über das Jahr 2036 hinaus gewährleisten.






