11 May 2026, 10:06

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Doppelspitze

Zwei Frauen sprechen an einem Rednerpult mit Mikrofon, einem Bildschirm und Blumen bei einer Grünen-Veranstaltung zur Umweltnachhaltigkeit.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Doppelspitze

Die Grünen in Rheinland-Pfalz schreiben Geschichte mit erster rein weiblicher Landesführung

Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben mit der Wahl ihrer ersten rein weiblichen Landesführung Geschichte geschrieben. Nach dem Einzug in den Landtag mit 7,9 Prozent der Stimmen bei der Wahl im März kündigte die Partei zudem neue Rollen innerhalb ihrer Fraktion an. Damit endete für die Grünen eine 15-jährige Phase der Regierungsbeteiligung in verschiedenen Koalitionen.

Zwei Frauen wurden mit deutlicher Mehrheit zu gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt: Carolin Cloos und Christin Sauer. Carolin Cloos aus Worms setzte sich mit 72,28 Prozent der Stimmen durch, während die 33-jährige Mainzer Politikerin Christin Sauer 63,37 Prozent erhielt. Beide führen nun erstmals in der Geschichte der rheinland-pfälzischen Grünen eine komplett weibliche Landesführung an.

Sauer bringt Erfahrung aus verschiedenen Funktionen mit, darunter als Sprecherin der Grünen Jugend Mainz, als Stadträtin und als Vorsitzende des örtlichen Grünen-Kreisverbands. Unterdessen wurde Katrin Eder zur neuen Fraktionsvorsitzenden im Mainzer Landtag gewählt. Ihre Kampagne stand in der Kritik, da sie sich mit dem Projekt „Schwarmkraftwerk“ schmückte – eine Initiative, die ursprünglich vom FDP-Politiker Volker Hans ins Leben gerufen worden war.

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Die Grünen verfügen nun über zehn Sitze im neuen Landtag. Paul Bunjes und Natalie Cramme-Hill, die zuvor als Landesvorsitzende amtierten, bleiben als Abgeordnete dabei. Die Partei hat angekündigt, in der Opposition eine selbstbewusstere Rolle einzunehmen und durch öffentliche Mobilisierung sowie harte inhaltliche Debatten Druck auf die Regierung auszuüben.

Nach dem Verlust ihrer Regierungsbeteiligung haben die Grünen ihre Führung neu aufgestellt. Mit einem rein weiblichen Vorstand und einem stärkeren Fokus auf Oppositionsarbeit wollen sie durch öffentlichen Druck und parlamentarische Kontrolle Einfluss auf die Politik nehmen. Die zehn Mandate im Landtag bieten dafür eine solide Basis.

Quelle