Halle (Saale) erhöht Hundesteuer – doch Tierschutzhunde bleiben verschont

Halle (Saale) erhöht Hundesteuer – doch Tierschutzhunde bleiben verschont
Hundehalter in Halle (Saale) müssen bald höhere Gebühren zahlen, nachdem der Stadtrat eine neue Steuerregelung verabschiedet hat. Ab 2026 steigt die jährliche Abgabe für den ersten Hund von 100 auf 120 Euro. Ausgenommen bleiben weiterhin Tiere aus dem Tierschutz – eine Forderung, die von lokalen Politikern und Tierschützern unterstützt wurde.
Die Vorlage passierte den Stadtrat mit knapper Mehrheit: 24 Stimmen dafür, 21 dagegen und eine Enthaltung. Die SPD lehnte einen früheren Entwurf ab, der auch für Tierschutzhunde zusätzliche Abgaben vorsah – eine Entscheidung, die Ferdinand Raabe begrüßte. Er bezeichnete deren gesellschaftliche Rolle als „schlichtweg existenziel“. Die Steuer für einen zweiten Hund bleibt bei 180 Euro pro Jahr, während Halter von „Listenhunden“ oder als gefährlich eingestuften Rassen weiterhin 720 Euro jährlich zahlen müssen.
Die neuen Regeln treten 2026 in Kraft und erhöhen die Jahresgebühr für den Ersthund, schonen aber Tierschutztiere. Mit erweiterten Hundewiesen und unveränderten Sätzen für Zweit- oder Gefahrentiere soll die Reform Einnahmen und Tierschutz in Einklang bringen. Die Entscheidung spiegelt die anhaltende Debatte über gerechte Besteuerung und verantwortungsvolle Tierhaltung in Halle wider.
