15 March 2026, 10:04

Halle (Saale) unter Druck: Warum die Straßenbeleuchtung dringend modernisiert werden muss

Ein altes Foto einer Stadtstraße mit Autos, Fußgängern, Straßenlaternen, Geländern, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel.

Halle (Saale) unter Druck: Warum die Straßenbeleuchtung dringend modernisiert werden muss

Halle (Saale) steht unter wachsendem Druck, veraltete Straßenbeleuchtung zu modernisieren

Die Ratsfraktion Volt/Mitbürger drängt auf einen schnelleren Umstieg auf energieeffiziente LEDs – trotz höherer kurzfristiger Kosten. Langfristig, so das Argument, würden die Ausgaben sinken und die Nachhaltigkeit steigen.

Aktuell betreibt die Stadt über 23.000 Straßenlaternen, doch nur etwa 2.713 entsprechen modernen Effizienzstandards. Der Großteil der Infrastruktur ist veraltet, was zu hohem Energieverbrauch und hohen Wartungskosten führt. Die Nachbarstadt Leipzig hat nach der Umstellung auf LEDs ihren Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung 2023 bereits um über eine Gigawattstunde reduziert.

Die Fraktion fordert, dass Halle diesem Beispiel folgt: mit umfassenden Modernisierungen und intelligenten Steuersystemen. Bis zum dritten Quartal 2026 soll ein detaillierter Bericht für den Stadtrat vorliegen – inklusive Investitionskosten, möglicher Einsparungen und eines klaren Zeitplans für die Umrüstung.

LED-Technik verbraucht bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Beleuchtung und erfordert deutlich weniger Wartung. Dennoch sieht der Haushaltsplan 2026 eine zusätzliche halbe Million Euro für die Straßenbeleuchtung vor – obwohl LEDs die langfristigen Ausgaben senken könnten. Der aktuelle Vertrag mit der Energiedienste GmbH läuft zwar noch bis 2030, doch die Fraktion pocht darauf, alle verfügbaren Optionen zu nutzen, um den Wandel zu beschleunigen.

Ziel ist es, die Straßenbeleuchtung von einer finanziellen Belastung zu einem Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung zu machen. Zudem soll die Verwaltung den nächsten Vergabeprozess vorbereiten, um sicherzustellen, dass künftige Verträge moderne Standards vorschreiben.

Die Forderung nach LED-Umrüstung kommt mit einer Frist für konkrete Pläne: Bis Ende 2026 muss die Stadt Kosten, Einsparungen und einen verbindlichen Zeitplan für die fast flächendeckende Modernisierung vorlegen. Gelingt der Wechsel, könnte er den Energieverbrauch und die Wartungskosten deutlich senken – und gleichzeitig die Klimaziele der Stadt voranbringen.

Quelle