Halle (Saale) warnt vor Geflügelpest-Risiko durch falsche Abfallentsorgung
Leon SchulzHalle (Saale) warnt vor Geflügelpest-Risiko durch falsche Abfallentsorgung
Behörden in Halle (Saale) warnen dringend vor unsachgemäßer Entsorgung von Küchen- und Lebensmittelabfällen
Die Stadtverwaltung in Halle (Saale) hat alle Tierhalter eindringlich dazu aufgerufen, Küchen- und Nahrungsabfälle fachgerecht zu entsorgen. Hintergrund ist die zunehmende Ausbreitung der Newcastle-Krankheit in Geflügelbetrieben in Brandenburg und Bayern. Die Behörden betonen, dass unsachgemäßer Umgang mit Abfällen die Lage weiter verschärfen könnte.
Seit Ende Februar 2026 wurden in Brandenburg und Bayern acht bestätigte Fälle der hochansteckenden Geflügelkrankheit registriert. Der erste Ausbruch im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree wurde am 20. Februar gemeldet. Weitere Fälle folgten Anfang März in Bestensee sowie am 11. März in Zeesen, wo 84.000 Tiere betroffen waren. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte später einen zweiten Vorfall in der Region.
Nach der EU-Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 bleibt das Verfüttern von Küchenabfällen an Nutztiere strikt verboten. Begründet wird dies damit, dass Lebensmittelreste gefährliche Krankheitserreger enthalten können, die selbst durch Kochen nicht abgetötet werden. Die Behörden in Halle (Saale) bestehen nun darauf, dass sämtliche Küchen- und Nahrungsabfälle über zugelassene Entsorgungssysteme beseitigt werden müssen. Gleichzeitig erinnern sie Geflügelhalter daran, dass Eier oder Eierschalen aus dem eigenen Bestand niemals an die Tiere verfüttert werden dürfen.
Die Stadt unterstreicht, wie entscheidend konsequente Biosicherheitsmaßnahmen sind, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, riskiert, neue Infektionen in die Region einzuschleppen.
Die Warnung aus Halle (Saale) macht deutlich, welche Gefahren von unsachgemäßer Abfallentsorgung während eines Krankheitsausbruchs ausgehen. Angesichts der bereits in mehreren Gebieten bestätigten Newcastle-Krankheit ist die strikte Einhaltung der Entsorgungs- und Fütterungsregeln nun von größter Bedeutung. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau.