Halle (Saale) will mit EUROCITIES-Beitritt leichter an EU-Fördergelder kommen
Jonas SchulteHalle (Saale) will mit EUROCITIES-Beitritt leichter an EU-Fördergelder kommen
Halle (Saale) unternimmt Schritte, um seine Verbindungen zu europäischen Fördermitteln und Netzwerken auszubauen. Die Stadt plant den Beitritt zu EUROCITIES, um den Zugang zu EU-Geldern zu erleichtern und Partnerstädte zu finden. Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt möchte Halle als zukunftsweisenden Standort im Fördergefüge der EU-Hauptstadt positionieren.
Aktuell ist Halle – wie die meisten deutschen Städte – auf Sachsen-Anhalt angewiesen, um EU-Mittel zu beziehen. Schwerpunkte der Entwicklung liegen in den Bereichen Klimaschutz, Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft und soziale Gerechtigkeit. Große Infrastrukturprojekte werden voraussichtlich vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Fonds für einen gerechten Übergang abhängen, um den strukturellen Wandel der Stadt zu unterstützen.
Die Stadt sieht zudem Potenzial in der Europäischen Städteinitiative (EUI) und dem URBACT-IV-Netzwerk für nachhaltiges städtisches Wachstum. Um die lokale Wirtschaft und Forschung zu stärken, will Halle auf Ressourcen des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlaments zurückgreifen.
Das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation zielt darauf ab, internationale Verbindungen aufzubauen, wobei das Europäische Parlament als möglicher Partner gilt. Allerdings befindet sich der wissenschaftliche Bereich des Zentrums noch in der frühen Planungsphase, und konkrete Kooperationen mit Brüssel stehen noch aus.
Durch die Mitgliedschaft in EUROCITIES erhofft sich Halle eine Vereinfachung des oft komplexen Antragsverfahrens für Fördergelder. Der Fokus auf EU-Netzwerke und -mittel könnte die wirtschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung der Stadt beschleunigen. Die Rolle des Zukunftszentrums in dieser Strategie bleibt jedoch vorerst noch in den Anfängen.






