23 May 2026, 14:08

Halles neue TINA-Straßenbahnen sorgen für Ärger bei Fahrgästen

"Rumpel-Tina" wird Thema im Stadtrat: Enge Sitzplätze, fehlende Getränkeautomaten, Rattern neuer Straßenbahnen

Halles neue TINA-Straßenbahnen sorgen für Ärger bei Fahrgästen

Bürger in Halle kritisieren neue TINA-Straßenbahnen

In Halle (Saale) wächst der Unmut über die neuen Straßenbahnen des Typs TINA. Fahrgäste bemängeln unbequeme Sitzplätze, ungünstig angebrachte Haltestangen, laute Geräusche und starke Vibrationen während der Fahrt. Seit die Wagen in Betrieb gegangen sind, häufen sich die Beschwerden.

Die von dem Schweizer Hersteller Stadler gebauten Fahrzeuge sollten eigentlich die Modernisierung des Nahverkehrs vorantreiben. Doch viele Fahrgäste empfinden die neuen Bahnen als weniger komfortabel als die alten roten Bombardier-Modelle, die bis 2028 ausgemustert werden sollen. Einige der älteren Wagen bleiben vorerst auf der Linie 7 im Einsatz, während die moderneren MGTK-Bahnen noch bis in die 2030er- und 2040er-Jahre fahren werden.

Die Stadtverwaltung räumte auf Kritik hin Probleme bei der Anordnung der Haltestangen und der Sitzplatzgestaltung ein. Man kündigte Nachrüstungen und Effizienzverbesserungen an, um die Mängel zu beheben. Auch Stadler arbeitet an technischen Anpassungen, um Lärm und Vibrationen zu reduzieren.

Die Diskussion hat zudem politische Kreise erreicht: Die CDU-Stadtratsfraktion beantragte eine offizielle Anfrage zum Beschaffungsverfahren der neuen Bahnen. Gleichzeitig formierte sich die Bürgerinitiative „TINA – Nicht so!“ , die sich für Veränderungen einsetzt. Ähnliche Klagen über dasselbe Modell gibt es seit Ende 2023 auch in Darmstadt.

Die Stadt steht nun unter Druck, die Probleme zügig zu lösen. Zwar sind Nachbesserungen und technische Optimierungen geplant, doch die Unzufriedenheit der Fahrgäste bleibt bestehen. Der Fall zeigt, wie schwierig es ist, Modernisierung und Fahrgastkomfort im ÖPNV in Einklang zu bringen.

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