Halles Neustadtbad: Sanierungspläne scheitern – doch neue Hoffnung keimt
Leon SchulzHalles Neustadtbad: Sanierungspläne scheitern – doch neue Hoffnung keimt
Halle (Saale) erleidet Rückschlag bei Sanierung des Neustadtbads
Die Pläne zur Renovierung des Neustadt-Schwimmbads in Halle (Saale) haben einen Dämpfer erhalten: Der Förderantrag der Stadt wurde aufgrund der hohen Konkurrenz abgelehnt, sodass sowohl das Bad als auch ein damit verbundenes Turnhallenvorhaben an der Otfried-Preußler-Grundschule vorerst in der Schwebe hängen. Nun bietet eine neue Bundesförderrunde die Chance, die dringend benötigten Mittel doch noch zu sichern.
Die Sanierung des Neustadtbads zählt seit Jahren zu den zentralen Vorhaben der Stadt. Im Januar 2026 hatte Halle einen Antrag im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ gestellt, um bis zu 75 Prozent der geschätzten 12,5 Millionen Euro abdecken zu können. Die restlichen Kosten sollten aus dem städtischen Haushalt oder durch die kommunalen Stadtwerke getragen werden.
Doch der Antrag scheiterte – bundesweit war das Programm mit dem 21-fachen des verfügbaren Budgets überzeichnet. Die Absage traf auch die Pläne für eine neue Turnhalle an der Otfried-Preußler-Grundschule, da beide Projekte finanziell miteinander verknüpft sind.
Mittlerweile hat der Bund ein neues Förderprogramm über 250 Millionen Euro mit vereinfachten Auflagen aufgelegt. Halle kann bis zum 19. Juni 2026 eine formlose Interessensbekundung einreichen, um weiterhin berücksichtigt zu werden. Unterdessen schlug Holger Friedrich von der DLRG vor, das Freibad Saline vorübergehend mit einer Abdeckung zu versehen, um während der Bauarbeiten nicht komplett auf Schwimmmöglichkeiten verzichten zu müssen.
Die Situation ist besonders für die ortsansässigen Schwimmvereine prekär, die bereits unter der Schließung des Haupt-Hallenbads der Stadt leiden. Ohne schnelle Lösungen droht eine weitere Überlastung der ohnehin knappen Schwimmkapazitäten.
Nun hat die Stadt eine zweite Chance, die Förderung für das Neustadtbad und die angeschlossene Turnhalle zu sichern. Bei Erfolg würde der Zuschuss die Belastung für die lokalen Steuerzahler deutlich verringern. Entscheidend ist nun, ob Halle die vereinfachte Antragsfrist einhält und der wachsenden Nachfrage nach Schwimmflächen gerecht wird.






