22 May 2026, 22:06

Halles OB fordert mehr Macht für Kommunen bei der Verkehrskontrolle

Sicherheit im Fußgängerbereich: Halles Bürgermeister Vogt fordert mehr Befugnisse für die Ordnungsbehörde vom Land

Halles OB fordert mehr Macht für Kommunen bei der Verkehrskontrolle

Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt fordert schärfere Befugnisse zur Verkehrskontrolle

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Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister von Halle (Saale), hat gefordert, die Kompetenzen der Kommunen zur Durchsetzung von Verkehrsregeln zu stärken. Bei einer Parlamentsveranstaltung in Magdeburg rief er Landesvertreter dazu auf, Reformen zu unterstützen, die es Städten ermöglichen würden, Verstöße von bewegten Fahrzeugen selbst zu ahnden. Der Vorstoß ist Teil einer breiteren Initiative, um die Sicherheit von Fußgängern – insbesondere von Kindern und älteren Menschen – zu verbessern.

Die Forderung wurde im Rahmen einer Abendveranstaltung des Netzwerks Regionaler Knotenpunkte Sachsen-Anhalt (NOSA) erhoben. Vogt verwies auf einen aktuellen Vorfall auf dem Halleschen Marktplatz, bei dem rücksichtslose Radfahrer fast mit Passanten kollidiert seien. Die Stadtverwaltung konnte nicht eingreifen, da nach geltendem Recht nur die Polizei – und nicht kommunale Ordnungskräfte – Verstöße im fließenden Verkehr ahnden darf.

Das NOSA-Bündnis setzt sich für gesetzliche Änderungen ein, die es Städten erlauben würden, Rad- und E-Scooter-Verkehr in Fußgängerzonen eigenständig zu überwachen. Zudem sollen Kommunen künftig vor Ort Bußgelder für Verstöße wie Rasen oder das Missachten von Fahrverboten verhängen können. Vogt betonte, dass solche Reformen die Städte in die Lage versetzen würden, öffentliche Räume effizienter zu gestalten und schwächere Verkehrsteilnehmer besser zu schützen.

Für die Umsetzung des Vorhabens ist die Zustimmung von Landtagsabgeordneten und Ministeriumsvertretern nötig, da bestehende Gesetze angepasst werden müssten. Ohne Unterstützung der Landesregierung bleiben kreisfreie Städte wie Halle weiterhin in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt, wenn es um die Verkehrssicherheit geht.

Bei einer Annahme der Reformen hätten kommunale Ordnungsdienste dieselben Befugnisse wie die Polizei, um Verstöße im fließenden Verkehr zu ahnden. Dies würde schnellere Reaktionen auf gefährliches Verhalten in Fußgängerbereichen ermöglichen. Ziel der Änderungen ist es, die Straßen sicherer zu machen und den Kommunen mehr Gestaltungsmacht in der lokalen Verwaltung zu geben.

Quelle