28 April 2026, 10:11

Halles Studentenwohnheim ehrt DDR-Flüchtling Heiko Runge mit Namensgebung

Plakat zum 70-jährigen Jubiläum des Kaiser-Huldigungsfestes in Berlin, Deutschland, mit einer Gruppe von Menschen umgeben von Text und Zahlen in einem Rahmen.

Halles Studentenwohnheim ehrt DDR-Flüchtling Heiko Runge mit Namensgebung

Studentenwohnheim in Halle (Saale) wird am 29. April 2023 zu Ehren von Heiko Runge benannt

Am Mittwoch, den 29. April 2023, erhält ein Studentenwohnheim in Halle (Saale) den Namen von Heiko Runge. Mit einer feierlichen Zeremonie würdigt die Stadt damit einen 15-jährigen Jungen, der 1979 bei dem Versuch, aus der DDR zu fliehen, getötet wurde. Vertreter der Stadt und Gäste kommen zusammen, um mit einer offiziellen Namensgebung an ihn zu erinnern.

Die Veranstaltung beginnt um 10:30 Uhr im Wohnheim in der Neustadt, Gustav-Weidanz-Weg 3. Katharina Brederlow, die stellvertretende Oberbürgermeisterin für Bildung und Soziales, wird die Feier mit einer Begrüßungsrede eröffnen. Auch Michael Teupel, der die Initiative zur Namensgebung ins Leben gerufen hatte, wird anwesend sein.

Heiko Runge wurde im Dezember 1979 von DDR-Grenztruppen erschossen, als er versuchte, die innerdeutsche Grenze zu überqueren. Jahrzehnte später beschloss der Stadtrat einstimmig, sein Andenken durch die Benennung des Studentenwohnheims zu ehren. Die Entscheidung steht im Zeichen der fortlaufenden Bemühungen, an die Opfer der deutschen Teilung zu erinnern.

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Das Wohnheim trägt nun Runges Namen als dauerhafte Mahnung an sein Schicksal. Die Zeremonie vereint lokale Verantwortungsträger und Bürger, um einer tragischen Episode der Geschichte zu gedenken. Die Namensgebung stellt sicher, dass künftige Studierendengenerationen von seinem Schicksal erfahren.

Quelle