17 March 2026, 22:05

Hamburg bewirbt sich für Olympia 2036 – Bürger:innen entscheiden Ende Mai über inklusives Mega-Event

Olympiastadion in London, England, umgeben von Grün, einer Straße, einem Gewässer im Vordergrund und Gebäuden im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Hamburg plant Olympia mit grüner Schleife und erschwinglichen Tickets - Hamburg bewirbt sich für Olympia 2036 – Bürger:innen entscheiden Ende Mai über inklusives Mega-Event

Hamburg hat offiziell seine Bewerbung um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 eingereicht. Die rot-grüne Koalition der Stadt präsentierte ihr Konzept unter dem Motto "Eine Chance für alle" und versprach ein kostengünstiges und inklusives Event. Ende Mai stimmen die Bürger:innen ab, ob Hamburg im Wettbewerb mit München, Berlin und Nordrhein-Westfalen weiter voranschreiten soll.

Im Mittelpunkt des Plans stehen zwei Hauptstandorte: die "Olympic Park City" und der "Olympic Park Altona". Diese Zonen sollen Hamburg in eine barrierefreie Arena verwandeln, verbunden durch ein "grünes Band" – ein Netzwerk aus Parks und Grünflächen, das von den Sportstätten im Volkspark bis zum Dove-Elbe-Wasserpark im Osten reicht.

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Die Organisatoren veranschlagen ein Budget von 4,8 Milliarden Euro für die operativen Kosten, das vollständig durch prognostizierte Einnahmen gedeckt sein soll – bei einem erwarteten Überschuss von 100 Millionen Euro. Weitere 1,3 Milliarden Euro sind für die Infrastruktur vorgesehen, deutlich weniger als die 10 Milliarden Euro, die Hamburgs gescheiterte Bewerbung 2015 veranschlagt hatte. Der Plan beinhaltet eine 15-prozentige Risikoreserve, doch direkte Kostenvergleiche mit Konkurrenten wie Berlin oder München liegen nicht öffentlich vor.

Um die Erschwinglichkeit zu erhöhen, wird eine Million Tickets zu ermäßigten Preisen angeboten, während Ehrenamtliche und einkommensschwache Gruppen kostenlosen Eintritt erhalten. Das Sportprogramm umfasst neue Disziplinen wie Padel-Tennis und Stand-Up-Paddling auf der Binnenalster, neben Bogenschießen und der Eröffnungsfeier. Mountainbike-Wettbewerbe wurden von den Harburger Bergen nach Wandsbek verlegt, wo das ehemalige Mülldeponiegelände Hummelsbüttel mehr Gestaltungsspielraum bietet.

Eine erfolgreiche Bewerbung könnte wichtige Verkehrsprojekte beschleunigen, darunter die U5- und S6-Schnellbahnlinien sowie eine 50-prozentige Kapazitätserweiterung der U3 während der Spiele.

Hamburgs Konzept setzt auf Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und finanzielle Vorsicht. Bei einer Auswahl würden die Spiele langfristige Aufwertungen für den öffentlichen Nahverkehr und die Grünflächen der Stadt mit sich bringen. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Bürger:innen, die Ende Mai abstimmen werden.

Quelle