Hanau startet neue Arbeitsmarktstrategie gegen Langzeitarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel
Jonas SchulteHanau startet neue Arbeitsmarktstrategie gegen Langzeitarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel
Hanau führt neue Strategie für den Arbeitsmarkt ein, um Arbeitsuche zu erleichtern
Hanau setzt eine neue Arbeitsmarktstrategie um, um Menschen zu unterstützen, die Schwierigkeiten haben, eine Stelle zu finden. Der Ansatz der Stadt konzentriert sich darauf, die Beschäftigungsfähigkeit und soziale Teilhabe durch gezielte Programme zu verbessern. Lokale Behörden arbeiten dabei mit Unternehmen und Unterstützungsdiensten zusammen, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen.
Der Plan basiert auf drei zentralen Säulen: eine bessere Vernetzung von Arbeitgebern und Arbeitssuchenden, die Förderung von Qualifikationen durch Bildung sowie den erleichterten Einstieg in den Arbeitsmarkt. Ein Baustein sind sogenannte "Ein-Euro-Jobs" – kurzfristige Arbeitsgelegenheiten, die Berufserfahrung und Selbstvertrauen stärken sollen. Diese Stellen richten sich insbesondere an Langzeitarbeitslose, wobei in einigen Fällen eine volle Lohnkostenübernahme möglich ist.
Zusätzlich stehen Sonderfördermittel bereit, um Unternehmen bei der Einstellung und Ausbildung neuer Mitarbeiter zu unterstützen. Der gemeinsame Arbeitgeberservice der Stadt hilft Betrieben bei der Personalbeschaffung, der Umsetzung von Ausbildungsprogrammen und der Beantragung finanzieller Hilfen. Wichtige lokale Partner wie das Jobcenter Hanau, das Sozialamt sowie die BAUprojekt Hanau GmbH spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung dieser Maßnahmen.
Im Wohnheim "Sportsfield" wurde ein Projekt ausgeweitet, das nun auch Bewohner einbezieht, die Bürgergeld beziehen. Gleichzeitig bietet der Hanauer Servicebetrieb (HIS) Praktika in handwerklichen und technischen Bereichen an, um Teilnehmende auf feste Anstellungen vorzubereiten. Die Martin-Luther-Stiftung Hanau schafft zudem niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeiten in Pflegeberufe und senkt so Hürden für Interessierte.
Ab dem 1. Januar 2026 übernimmt Hanau als kreisfreie Stadt die direkte Verantwortung für die Grundsicherung von Arbeitssuchenden. Dieser Schritt soll die Unterstützung effizienter gestalten und besser auf lokale Bedürfnisse abstimmen.
Die Strategie wird zu einem Zeitpunkt eingeführt, an dem die Arbeitslosenquote in Hanau bei 7 Prozent liegt – und damit dem Durchschnitt im Main-Kinzig-Kreis entspricht. Durch die Kombination von Lohnzuschüssen, Qualifizierungsmaßnahmen und engerer Zusammenarbeit mit Arbeitgebern will die Stadt Hürden auf dem Weg in den Job abbauen. Zudem wird Hanau in den kommenden Jahren eigene Programme zur Arbeitsförderung steuern.






